Rückkehr des Konjunkturzyklus - Experten erwarten häufigere Rezessionen
Die Sorgen vieler Marktteilnehmer vor einer Rezession in den USA haben sich bisher als unbegründet erwiesen. Doch für die Zukunft gehen Analysten der Deutschen Bank von regelmäßigeren Boom-Bust-Zyklen sowie von häufigeren Rezessionen aus.
Werte in diesem Artikel
• Lange Konjunkturzyklen in den letzten Jahren
• Analysten rechnen mit häufigeren Rezessionen
• Handlungsspielräume der Politikakteure werden kleiner
Um die historisch hohe Inflation zu bekämpfen, hat die US-Notenbank Federal Reserve seit März 2022 ihren Leitzins von nahe Null auf inzwischen eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent angehoben. Mit Erfolg: Nach elf Zinserhöhungen in Folge ist die Inflation seit ihrem 40-Jahres-Hoch von 9,1 Prozent im Sommer 2022 inzwischen deutlich gesunken und die Fed konnte zuletzt eine Zinspause einlegen.
Jedoch ist die falkenhafte Geldpolitik für die Währungshüter auch ein Balanceakt, denn höhere Zinsen helfen zwar dabei, die Inflation zu dämpfen, können aber zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen. Viele Marktteilnehmer befürchteten sogar ein Abgleiten in eine Rezession. Bisher hat sich die US-Wirtschaft jedoch als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet.
Zuletzt lange Konjunkturzyklen
Jim Reid, Head of Global Economics and Thematic Research der Deutschen Bank, wies jedoch darauf hin, dass unsere derzeitige Erfahrung langer Aufschwünge historisch ungewöhnlich ist. Zum Beispiel habe im Jahrhundert nach Beginn der US-Konjunkturzyklen im Jahr 1854 nur eine wirtschaftliche Expansion länger als fünf Jahre angedauert. Verantwortlich für diese Verschiebung hin zu längeren Zyklen sei neben einer weniger vom Wetter abhängigen Wirtschaft sowie selteneren großen Kriegen insbesondere der Umstand, dass in den letzten Jahrzehnten die Politikakteure zunehmend aggressiver interveniert hätten, um Rezessionen zu minimieren und zu verkürzen.
Zyklen dürften wieder kürzer werden
Doch dieser Ansatz der Interventionen stoße nun an Grenzen, hieß es in der Analyse des Deutsche-Bank-Analysten. Denn die öffentlichen und privaten Schuldenlasten seien auf sehr hohe Niveaus gestiegen, was die Handlungsspielräume in der Zukunft begrenze. Parallel dazu seien die realen Renditen in den letzten Jahren stark gestiegen, was die Kosten für zusätzliche Schulden steigere. Und da weiterhin verschiedene Kräfte Druck auf die Inflation ausüben, könnten die kommenden Jahre mehr volatile Zinsschwankungen und somit auch volatilere Konjunkturzyklen mit sich bringen.
Aus diesen Gründen sind die Analysten der Ansicht, dass die jüngsten 40 Jahre langer Zyklen und Aufschwünge eine Ausnahme und nicht die Regel sein werden. Stattdessen seien regelmäßigere Boom-Bust-Zyklen sowie häufigere Rezessionen wahrscheinlich, hieß es.
Auch das Wachstum der künstlichen Intelligenz (KI) spiele eine Rolle, denn technologische Innovationen hätten durch die Geschichte hindurch viele intensive Boom- und Bust-Perioden verursacht - sowohl am Aktienmarkt als auch in der Gesamtwirtschaft. Dank einer Kombination von makroökonomischen und technologischen Faktoren scheine es nun, als sei der Konjunkturzyklus zurück, so die Experten der Deutschen Bank.
Dabei gilt es vielleicht noch zu erwähnen, dass Deutschlands größte Geschäftsbank als eines der pessimistischsten an der Wall Street tätigen Institute gilt. So war sie die erste namhafte Bank, die im April 2022 eine Rezession in den USA vorausgesagt hatte.
Redaktion finanzen.net
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