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Mögliches Kriegsende im Iran und KI-Euphorie: DAX schraubt sich zeitweise über 25.000er-Marke

06.05.26 16:25 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Mittwoch an der Börse Frankfurt - DAX weit im Plus - 25.000er-Marke zeitweise übersprungen | finanzen.net

Nach der starken Vortagesentwicklung findet die Kauflaune der Anleger hierzulande auch am Mittwoch eine Fortsetzung. Wichtige Marken rücken in den Fokus.

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Der DAX ging mit einem Aufschlag von 0,96 Prozent bei 24.636,16 Punkten in den Tag. Danach schraubt er sich noch weiter nach oben und lässt auch die 25.000er-Marke zwischenzeitlich hinter sich. Derzeit kommt er vom Tageshoch wieder etwas zurück, kann die deutlichen Gewinne aber verteidigen.

Starke Vorgaben und neue Rekorde in Asien und den USA

Als kurstreibend erweisen sich die Vorgaben. An den US-Börsen hatten der Technologie-Auswahlindex NASDAQ 100 und der marktbreite S&P 500 am Dienstag weitere Rekordstände erreicht, letzterer allerdings nur knapp. Der Aktienmarkt feiere das Thema künstliche Intelligenz (KI) weiter als Wachstumsstory, kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Der Anleihemarkt habe inzwischen eher die immens hohen Schulden im Blick, die für Investitionen gemacht würden - ein durchaus interessanter Unterschied.

Auch in Asien zeigten sich die Märkte in Rekordlaune: Der südkoreanische Leitindex KOSPI ist im Zuge der jüngsten Anzeichen einer Deeskalation im Iran-Krieg auf ein Rekordhoch gestiegen. Angetrieben wurde der Index von zweistelligen Kursgewinnen beim Schwergewicht Samsung. Der KOSPI kletterte zeitweise um rund sieben Prozent auf 7.400 Punkte. Damit baute der südkoreanische Leitindex sein Plus in diesem Jahr auf 75 Prozent aus. Getragen wird der Anstieg vom KI-Boom an den Börsen, der vor allem die Technologieaktien wie Samsung oder SK hynix nach oben treibt.

USA und Iran kurz vor historischem Abkommen zur Beendigung des Krieges

Laut einem Bericht von Axios steht die US-Regierung unmittelbar vor einer Einigung mit dem Iran auf ein einseitiges Memorandum of Understanding (MOU). Ziel ist es, den aktuellen Krieg zu beenden und einen Rahmen für detaillierte Atomverhandlungen zu schaffen.

Das Weiße Haus glaubt, kurz vor einer Einigung mit dem Iran über eine einseitige Absichtserklärung (MOU) zu stehen, um den Krieg zu beenden und einen Rahmen für detailliertere Atomverhandlungen festzulegen, berichtete Axios am Mittwoch unter Berufung auf US-Beamte. Die USA erwarten in den nächsten 48 Stunden eine iranische Antwort auf mehrere Kernpunkte. Obwohl noch nichts endgültig vereinbart ist, heißt es in dem Bericht, dass die Parteien einer Einigung so nahe seien wie nie zuvor seit Kriegsbeginn. Die Vereinbarung würde unter anderem vorsehen, dass der Iran ein Moratorium für die Kernanreicherung eingeht, während die USA zustimmen, Sanktionen aufzuheben und eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freizugeben. Zudem sollen beide Seiten die Beschränkungen für den Transit durch die Straße von Hormus aufheben. Das 14-Punkte-Memo wird zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie iranischen Vertretern ausgehandelt. In seiner jetzigen Form würde das Memorandum das Ende des Krieges in der Region erklären und eine 30-tägige Verhandlungsfrist für ein detailliertes Abkommen einleiten. Während dieses Zeitraums würden die Schifffahrtsbeschränkungen des Irans und die Seeblockade der USA schrittweise aufgehoben.

Bilanzsaison weiter in voller Fahrt

Unterdessen bleibt die Berichtssaison weiter im Anlegerfokus. Aus den USA kamen zahlreiche Zahlenimpulse, auch hierzulande öffnen zur Wochenmitte einmal mehr zahlreiche Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe ihre Bücher.

DAX-Rekord zuletzt im Januar

Der Abstand zum Rekordniveau bleibt am deutschen Aktienmarkt bestehen. Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern aus dem Handel gegangen, was zudem einen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Claudia Stephan, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

Bildquellen: Stonel / Shutterstock.com, KenDrysdale / Shutterstock.com

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