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Zahlenflut vor Fed-Zinsentscheid: DAX von Unsicherheit geprägt - 24.000er-Marke im Blick

29.04.26 17:18 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Mittwoch an der Börse Frankfurt - DAX am "Super-Mittwoch" mit Zahlenflut und Fed-Zinsentscheid schwankungsanfällig | finanzen.net

Keine klare Richtung am deutschen Aktienmarkt, die Unsicherheit bleibt groß. Alles wartet heute Abend auf die US-Notenbank Fed: Anleger suchen händeringend nach Signalen.

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Der DAX eröffnete zur Wochenmitte 0,23 Prozent höher bei 24.072,90 Zählern. Im weiteren Verlauf rutscht er nach unten und somit zwischenzeitlich auch wieder unter die 24.000er-Punkte-Marke, welche der deutsche Leitindex bereits gestern zeitweise unterschritten hatte.

Gespanntes Warten auf Notenbanken

Die Notenbankentscheidungen in Europa, Japan und den USA in dieser Woche sind von besonderem Interesse, auch aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen.

In Japan blieb der Leitzins am Dienstag unverändert. Die Zinssitzung mit drei Gegenstimmen in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik sei aber ein deutlicher Fingerzeig, dass sich Anleger dort möglicherweise auf eine restriktivere Geldpolitik einstellen müssen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Es werde immer klarer, dass sich die Normalisierung an den Energiemärkten nach hinten verschieben werde.

Am heutigen Abend folgt nun die US-Notenbank Fed. Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl zum dritten Mal in Folge nicht verändern. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Geldpolitik ist groß. Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Eine Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht und eine anhaltende Schließung dürfte auch in den USA die Inflation weiter anheizen und das Wirtschaftswachstum dämpfen. In den Vereinigten Staaten dürften die Auswirkungen aber geringer sein als in anderen Teilen der Welt.

Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

Bilanzsaison in voller Fahrt

Auf beiden Seiten des Atlantiks sorgt zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison dafür, dass es Anlegern nicht langweilig wird. In den USA veröffentlichen am Abend nach dem Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 Quartalszahlen. In Deutschland stehen Quartalsberichte unter anderem von der Deutschen Bank, Mercedes-Benz, adidas, Scout24 und Symrise - alle aus dem DAX - im Fokus.

DAX-Rekord zuletzt im Januar

Der Abstand zum Rekordniveau bleibt am deutschen Aktienmarkt bestehen. Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern aus dem Handel gegangen, was zudem einen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Alexandra Hesse, Benedict Kurschat, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

Bildquellen: Pavel Ignatov / Shutterstock.com, Stonel / Shutterstock.com

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