Carl Zeiss Meditec: Massive Probleme
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Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec kämpft mit massiven Problemen im wichtigsten Markt China und rutschte zum Jahresstart in die Verlustzone. Als Reaktion plant das Unternehmen eine Produktionsverlagerung in die Volksrepublik.
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Die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember 2025) fielen ernüchternd aus: Carl Zeiss Meditec verbuchte unter dem Strich einen Verlust von 4,9 Mio. Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 15,7 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Noch dramatischer entwickelte sich das operative Ergebnis (EBITA), das um fast 80 Prozent auf lediglich gut 8 Mio. Euro einbrach. Als Belastungsfaktoren nannte das Unternehmen negative Währungseffekte, höhere Abschreibungen und vor allem das schwierige China-Geschäft.
China-Markt unter Druck
Die Problematik in China wiegt besonders schwer, denn mit einem Umsatzanteil von rund 25 Prozent ist die Volksrepublik der wichtigste Markt für den Augenheilkundespezialisten. Das Problem: Die Regierung in Peking schottet den chinesischen Markt zunehmend durch Schutzmaßnahmen ab. Besonders zu spüren bekam Carl Zeiss Meditec verschärfte Auflagen, die als Reaktion auf EU-Strafzölle für chinesische Elektroautos eingeführt wurden. Hinzu kommen die generell schwache Wirtschaftslage in China und eine anhaltende Kaufzurückhaltung.
Ein Rückzug aus dem Land kommt dennoch nicht infrage, im Gegenteil. China ist der weltweit größte Markt für Augenheilkunde, weshalb Carl Zeiss Meditec seinen Auftritt vor Ort ausbauen will. Geplant sind Produktionsverlagerungen zusätzlich zu den zwei bereits bestehenden Produktionsstandorten in Guangzhou und Suzhou.
Prognoseaussetzung
Charttechnisch zeigt sich die Aktie von Carl Zeiss Meditec schon seit geraumer Zeit äußerst herausfordernd. Als im Januar anhand schwacher vorläufiger Zahlen signalisiert wurde, dass man das bisherige Jahresziel überprüfen wolle, sackte die Aktie an nur einem Tag um rund 18 Prozent ab. In der Folge wurden diese Verluste weiter ausgebaut.
Nun folgte der nächste Schlag. Und zwar wurde die Prognose, die bislang einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro und eine EBITA-Marge von 12,5 Prozent vorgesehen hatte, jetzt offiziell gestrichen . Wie es weitergeht, will das Unternehmen voraussichtlich spätestens am 12. Mai bekannt geben, wenn die Halbjahresergebnisse veröffentlicht werden.
Charttechnik: Gelingt Bodenbildung?
Dass es jüngst in der Aktie nun doch wieder eine deutliche Gegenbewegung gibt, liegt an der Ankündigung zur Produktionsverlagerung. Immerhin: Dies könnte der erste Ansatz einer Bodenbildung sein, zumal sich die Aktie aktuell noch im überverkauften Bereich befindet. Angesichts des fundamentalen Umfelds steht dieser Stabilisierungsversuch jedoch auf wackeligen Beinen, und das Risiko weiterer Rückschläge bei negativen Nachrichten bleibt hoch.
Deutlich besser sind die Perspektiven für 2G. Das Unternehmen verzeichnet bereits einen sehr lebhaften Auftragseingang und steht vor einer Phase starken Wachstums, sowohl 2026 als auch in den Folgejahren: zum Artikel
Einen Blick wert könnte auch die Aktie von NAGA sein. Nachdem das Unternehmen 2025 in Summe unter den ursprünglichen Erwartungen geblieben ist, dürften sich die seit 2024 umgesetzten Wachstumsmaßnahmen nun endlich spürbar auf die Wachstums- und vor allem Ertragsdynamik auswirken. Für die Aktie verspricht das ein sehr großes Erholungspotenzial: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 13.02.26 um 13:21 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
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