Cancom: Flucht vor den Zahlen?

10.02.26 08:35 Uhr

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Die Cancom-Aktie steht seit Tagen unter massivem Verkaufsdruck, ohne dass ein konkreter Auslöser erkennbar wäre. Anleger könnten sich im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Jahreszahlen 2025 vorsorglich in Sicherheit bringen.

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Die Aktie des IT-Dienstleisters Cancom wird seit fast einer Woche regelrecht nach unten durchgereicht. Bislang ist jedoch nicht eindeutig erkennbar, was die Verkaufswelle konkret ausgelöst hat. Noch Ende Januar hatte die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung bestätigt und zugleich das Kursziel von 31 auf 33 Euro angehoben.

Vorsicht vor den Jahreszahlen
Naheliegend ist daher die Vermutung, dass sich Anleger vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 am Donnerstag dieser Woche positionell absichern wollen. Denn auf Basis der bislang bekannten Daten ist klar, dass Cancom im vergangenen Jahr mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert war.

Schwache Neun-Monats-Bilanz
Ein Blick auf die Neun-Monats-Zahlen beziehungsweise das dritte Quartal 2025 untermauert diese Einschätzung. Bei stagnierendem Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum musste Cancom einen Rückgang beim EBITDA hinnehmen. Auch der Gewinn je Aktie lag deutlich unter dem Vorjahreswert.

Zuletzt hatte das Unternehmen allerdings vorsichtigen Optimismus für das neue Geschäftsjahr signalisiert. Erwartet wird eine zyklische Erholung des deutschen IT-Marktes, während die bereits besser laufenden Auslandsaktivitäten weiter stabil performen sollen. Wie stark sich diese Effekte tatsächlich niederschlagen, dürfte das Management bei der Bilanzvorlage konkretisieren müssen.

Charttechnisch angeschlagen
Ungeachtet dieser Perspektiven zeigt sich das Chartbild derzeit klar belastet. Nach einer Erholungsbewegung von über 30 Prozent nutzten offenbar viele Marktteilnehmer die Gelegenheit, Gewinne mitzunehmen. In der Folge wurden sämtliche wichtigen gleitenden Durchschnitte, darunter auch die 200-Tage-Linie, nach unten durchbrochen.

Trotz der deutlichen Kursverluste ist aus technischer Sicht noch nicht von einer überverkauften Situation zu sprechen. Entsprechend besteht weiteres Abwärtspotenzial. Ein erneuter Test des November-Tiefs bei rund 23 Euro erscheint durchaus möglich.

Fazit: Abwarten ist angesagt
Wie es mit der Cancom-Aktie weitergeht, hängt maßgeblich von den anstehenden Jahreszahlen und insbesondere vom Ausblick auf 2026 ab. Anleger sollten dieses Ereignis abwarten, bevor neue Positionen eingegangen werden.

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 09.02.26 um 15:25 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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