Analystenmeinung

Aktien von Amex, Visa & Co.: Geplante Zins-Obergrenze setzt Kreditkartenanbieter unter Druck

12.01.26 11:08 Uhr

NYSE-Aktien Amex, Visa & Co unter Druck: Trumps Zins-Pläne für Obergrenze bei Kreditkartenzins belasten | finanzen.net

Die Aktien von Kreditkartenanbietern wie die von US-Branchengrößen wie American Express (Amex), Visa, Mastercard, aber auch die der britischen Bank Barclays sind am Montag unter Druck geraten.

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Analyst Matt Britzman von der britischen Investmentgesellschaft Hargreaves Lansdown führte die allgemeine Schwäche der Bankenbranche in Europa und die vorbörslich sehr schwachen Kurse der US-Unternehmen auf eine Aussage von Donald Trump zurück. Der US-Präsident sagte, dass Kreditkartenunternehmen "gegen das Gesetz verstoßen", wenn sie seiner Aufforderung einer einjährigen Obergrenze für Kreditkartenzinsen nicht nachkämen.

In den USA sackten daraufhin Amex (American Express) vor dem Börsenstart um 4,4 Prozent auf 359,00 US-Dollar ab. Visa verloren 1,6 Prozent auf 344,24 Dollar und MasterCard sanken um 1,8 Prozent auf 565,37 Dollar.

In Europa traf es Barclays besonders kräftig. Das Papier büßte 3,1 Prozent auf 469,75 Pence ein. Die spanische Banco Santander und die französische Société Générale verloren jeweils 1,7 Prozent. Hierzulande gaben die Papiere der Deutschen Bank dagegen um vergleichrefsweise moderate um 0,5 Prozent auf 32,89 Euro nach.

Trumps Forderung nach einer Grenze von zehn Prozent für diese Zinsen entspreche "in etwa der Hälfte des heutigen Durchschnittszinssatzes", schrieb Britzman. Damit würden folglich "die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf gestellt und die Kreditgeber dazu gezwungen werden, ihr Risikomanagement und ihre Kreditvergabepolitik zu überdenken".

Der Hargreaves-Lansdown-Analyst geht davon aus, dass die meisten Banken darauf mit einer Senkung der Kreditlimits, der Schließung risikoreicherer Konten und einer Reduzierung der Prämienprogramme reagieren dürften, "da sie bei diesem Preisniveau Verluste einfach nicht decken könnten". Karten-orientierte Unternehmen in den USA wären am stärksten betroffen, aber auch große Universalbanken mit Kartensparten würden den Druck zu spüren bekommen.

/ck/mis

NEW YORK/LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)

In eigener Sache

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Bildquellen: Gordon Bell / Shutterstock.com, Theethawat Bootmata / Shutterstock.com

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