Aktien Schweiz mit Stagflationsängsten erneut im Minus

20.03.26 17:45 Uhr

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DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag nach zweitägiger Talfahrt erneut mit Abgaben geschlossen. Der ohne sehr hohe Ölpreis zog weiter an und schürte einerseits Inflationssorgen und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert - bedingt durch den Öl- und Gaspreisschock. Zwar interpretierten Händler Aussagen des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu als Signal für ein baldiges Kriegsende im Iran. "Angesichts der entstandenen Schäden und der wahrscheinlich längere Zeit erhöhten Energiepreise wird ein Kriegsende sicherlich nicht zu einer sofortigen Aufholung aller Kursverluste führen. Aber ein Ende der Kampfhandlungen würde den Markt wieder ruhiger und berechenbarer machen", urteilte der Vermögensverwalter QC Partners.

Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 12.321 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 78,12 (zuvor: 29,05) Millionen Aktien. Der große Verfall sei bereits am Vortag weitgehend durch Verkäufe abgearbeitet worden, hieß es. Gleichwohl belastete er etwas. Die Kursentwicklung der Einzelwerte war kaum mit der Meldungslage zu den Titeln in Einklang zu bringen, die meisten Titel sanken mit dem breiten Markt. Belastet wurde der Leitindex von Verlusten der defensiven Schwergewichte. Nestle und Roche verloren 1 bzw. 1,6 Prozent. Novartis gaben 1,1 Prozent ab. Der Pharmakonzern stärkte sein Onkologiegeschäft mit einem milliardenschweren Zukauf. Vereinbart wurde mit Synnovation Therapeutics die Übernahme eines experimentellen Brustkrebsmedikaments für bis zu 3 Milliarden US-Dollar. Novartis habe mit der geplanten Übernahme einen wichtigen Schritt gemacht, urteilte Analyst Stefan Schneider von Vontobel.

Die UBS (-0,7%) hat eine Lizenz erhalten, um in den USA umfassende Bankdienstleistungen anzubieten. Dies ist Teil eines Plans, wohlhabende Amerikaner für ihre Einlagen und Investitionen zu gewinnen und ihre Reichweite im größten Vermögensmarkt der Welt auszubauen. Holcim stiegen um 1,7 Prozent, das Unternehmen könnte vom Wiederaufbau im Nahen Osten profitieren. Unter den Nebenwerten sanken Implenia trotz des Erhalts zahlreicher Hochbau-Aufträge um 1,8 Prozent. Cham Swiss Properties sanken nach Geschäftsausweis um 5 Prozent. Mobilezone (+1,2%) meldete Zukäufe.

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DJG/flf/cbr

(END) Dow Jones Newswires

March 20, 2026 12:46 ET (16:46 GMT)

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