AKTIEN IM FOKUS 2: Immobilienwerte erholt nach Trumps Iran-Wende
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(neu: Einstieg mit aktueller Nahost-Lage, Kursverlauf)
FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europäische Immobilienaktien haben sich am Montag im Zuge einer plötzlichen Kehrtwende des Gesamtmarktes kräftig erholt. Davor hatten sie im europäischen Branchenüberblick zu den größten Verlierern gezählt. Auslöser der Wende war die Anordnung von US-Präsident Donald Trump, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Das Branchenbarometer Stoxx Europe 600 Real Estate, das mittags noch um 3,6 Prozent abgerutscht war und den tiefsten Stand seit dem Zoll-Schock durch US-Präsident Trump im vergangenen April markiert hatte, notierte im späten Handel 0,7 Prozent im Plus. Seit Ausbruch des Krieges der USA und Israels gegen den Iran Ende Februar hat der davor gut gelaufene Sektor kräftig nachgegeben.
Die Aktien von Vonovia (Vonovia SE) erholten sich spürbar von einem Kursrückgang um 6 Prozent und notierten zuletzt noch 0,1 Prozent tiefer. Die Papiere von TAG Immobilien, Aroundtown (Aroundtown SA) und LEG (LEG Immobilien) verbuchten im MDAX Kursaufschläge zwischen 0,8 und 2,1 Prozent. Für Patrizia (PATRIZIA SE) ging es im SDAX um 1,2 Prozent bergauf. Auch im britischen FTSE 100, der etliche Immobilientitel beinhaltet, drehten Werte wie British Land (British Land Company), Segro und Land Securities (Land Securities Group) von deutlichen Verlusten in klare Gewinne.
Die kräftigen Verluste am Morgen waren mit steigenden Renditen an den Anleihemärkten im Zuge höherer Ölpreise begründet worden. Auch hier drehten die Märkte.
"Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau bleiben, desto mehr werden die Zentralbanken in die Ecke gedrängt", hatte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management am Morgen gemahnt. Damit weiche die Aussicht auf Zinssenkungen zunehmend einer drohenden Straffung der Geldpolitik - nicht wegen eines starken Wirtschaftswachstums, sondern angesichts der hartnäckigen Inflation. Dies führe zu einer gefährlichen Stagflation - also einer Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche bei gleichzeitig steigenden Preisen. Diese Entwicklung ist Gift für Immobilienaktien, da sie die Finanzierungen verteuert./gl/ag/men/edh/jha/
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