Wolfspeed-Aktie bricht ein: Anleger suchen nach dem Grund

28.03.2025 21:32:00

Aktien von Wolfspeed kommen am Freitag unter die Räder.

• Wolfspeed-Aktie fällt deutlich
• Neuer CEO ernannt
• Branchenprobleme und politische Unsicherheiten

Für Aktien von Wolfspeed ging es an der NYSE massive 51,86 Prozent auf 2,59 US-Dollar nach unten. Der Grund für den Ausverkauf ist vielen Beobachtern ein Rätsel.

Neuer CEO ernannt

Am Vortag hatte der Halbleiterhersteller eine neue Führungsspitze präsentiert. Robert Feurle wird ab 1. Mai als CEO bei Wolfspeed tätig werden und sämtliche Führungsaufgaben übernehmen. Feurle hat eine Vorgeschichte in der Branche, er kommt vom Schweizer Chipunternehmen ams-OSRAM, wo er seit März 2022 als Mitglied der Geschäftsleitung und General Manager der Opto Semiconductors-Sparte tätig war.

Der bisherige Wolfspeed-Chef, Thomas Werner, der den Posten nur interimsmäßig übernommen hatte, wird sein Amt zugunsten von Feurle niederlegen und wieder als Chairman im Board fungieren.

Millionen-Willkommensbonus

"Wir freuen uns, Robert bei Wolfspeed begrüßen zu dürfen, um das Unternehmen in sein nächstes Kapitel zu führen. Mit seiner Erfahrung in der Umsetzung signifikanter operativer Verbesserungen und Profitabilitätssteigerungen sowie seiner umfassenden Branchenexpertise sind wir überzeugt, dass Robert die richtige Persönlichkeit ist, um in dieser Phase des Unternehmenslebenszyklus die Führung zu übernehmen", begrüßte Thomas Werner seinen Nachfolger in einer Pressemitteilung.

Einer Mitteilung an die SEC zufolge soll der 54-jährige Feurle einen Willkommensbonus von einer Million US-Dollar, ein jährliches Grundgehalt von 750.000 US-Dollar und einen jährlichen Leistungsbonus mit einem Zielwert von 100 Prozent seines Grundgehalts erhalten.

Schwierige Zeiten für die Chipbranche

Feurle hat direkt zum Amtsantritt einige Probleme zu lösen. So macht der kräftige Abwärtstrend beim Aktienkurs von Wolfspeed Anlegern Sorge, auf Zwölfmonatssicht liegt der Anteilsschein mehr als 82 Prozent im Minus. Zudem wird er die Beziehungen zur Trump-Administration pflegen müssen, immerhin finanziert sich das Unternehmen teilweise aus dem CHIPS Act, Subventionen von Seiten der Regierung, die Trump am liebsten abschaffen würde.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: T. Schneider / Shutterstock.com

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