Saudi-Arabien im Blick

Ölpreise bauen Verluste aus - Hoffnung auf Entspannung am Persischen Golf

27.09.19 13:16 Uhr

Ölpreise bauen Verluste aus - Hoffnung auf Entspannung am Persischen Golf | finanzen.net

Die Ölpreise sind am Freitag gefallen.

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Nachdem sie im Vormittagshandel zunächst frühe Verluste ausgleichen konnten, sorgten Meldungen über eine begrenzte Waffenruhe in Teilen des Bürgerkriegslands Jemen gegen Mittag für neuen Preisdruck. Der Konflikt im Jemen ist ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Spannungen in der ölreichen Region am Persischen Golf.

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Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,85 US-Dollar. Das waren 89 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 61 Cent auf 55,80 Dollar.

Am Ölmarkt steht die Entwicklung im Bürgerkriegsland Jemen besonders im Fokus, weil hier mit Saudi-Arabien und dem Iran zwei wichtige Ölstaaten mehr oder weniger stark involviert sind. Im Mittagshandel gab es am Markt Hoffnung auf ein Ende des Konflikts, nachdem ein Pressebericht über einen Waffenstillstand in verschiedenen Regionen des Bürgerkreislandes am Markt kursierte.

Darüber hinaus sind die Reparaturarbeiten an Ölanlagen in Saudi-Arabien weiter eins beherrschende Thema. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, dass die Arbeiten schneller vorankommen als gedacht. Demnach habe die Produktionsmenge wieder ein Volumen von acht Millionen Barrel pro Tag erreicht und bewege sich in Richtung der Menge, die vor dem Angriff auf die Ölanlagen Mitte September produziert wurde.

Auf Wochensicht ging es mit den Ölpreisen deutlich nach unten. Der US-Ölpreis ist etwa zwei Prozent abgerutscht. Neben der Lage in Saudi-Arabien erkannte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank auch den jüngsten Anstieg der US-Ölreserven als eine Ursache für den Preisdruck beim Öl. "Die Sorgen vor einer Angebotsverknappung wurden dadurch in den Hintergrund gedrängt, während Nachfragesorgen infolge schwacher Konjunkturdaten wieder die Oberhand gewannen", sagte Fritsch.

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Aleksandr Petrunovskyi / Shutterstock.com, noomcpk / Shutterstock.com

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