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COT-Report: Gold - Kaufrausch unter großen Terminspekulanten

04.03.17 15:00 Uhr

COT-Report: Gold - Kaufrausch unter großen Terminspekulanten | finanzen.net

Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC gab es in der Woche zum 28. Februar eine regelrechte Flucht in Gold-Futures zu beobachten.

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von Jörg Bernhard

So hat sich zum Beispiel zum zweiten Mal in Folge die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) in der Woche zum 28. Februar überdurchschnittlich stark erhöht. Diesmal war ein Plus von 427.168 auf 446.081 Futures (+4,4 Prozent) registriert worden. Noch deutlicher ging es aber mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Terminspekulanten bergauf. Diese hat sich nämlich innerhalb einer Woche von 139.564 auf 179.907 Kontrakte (+28,9 Prozent) erhöht. Die wachsende Zuversicht war vor allem auf die Transaktionen der Großspekulanten (Non-Commercials) zurückzuführen, die ihre Long-Seite um fast 28.000 Kontrakte erhöht und zugleich ihr Short-Engagement um über 12.000 Futures zurückgefahren haben. Dies führte bei deren Netto-Long-Position zu einem Sprung von 123.763 auf 163.798 Futures (+32,3 Prozent), den höchsten Wert seit über drei Monaten. Lediglich leicht optimistischer wurden Kleinspekulanten (Non-Reportables), deren Netto-Long-Position einen leichten Zuwachs von 15.801 auf 16.109 Kontrakte (+1,9 Prozent) verbucht hat.

Goldpreis: Rückwärtsgang eingelegt

Nach starkem Start hat der Goldpreis in der vergangenen Handelswoche stark nachgelassen und musste somit in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Wochenverlust hinnehmen. Die ausgesprochen gute Laune an den internationalen Aktienmärkten in Kombination mit der deutlich gestiegenen Wahrscheinlichkeit, dass das nächste Anheben der US-Leitzinsen bereits auf der für Mitte März anberaumten Fed-Sitzung erfolgen könnte, hat den Dollar gestärkt und im Gegenzug den Bedarf am Krisenschutz Gold spürbar abklingen lassen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA und diverse Kommentare von US-Notenbankern waren für diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich.

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