Gold: World Gold Council veröffentlicht Gold-Ausblick 2017

Am Mittag veröffentlichte der World Gold Council, ein internationaler Branchenverband der Goldminenindustrie, seinen Jahresbericht und nannte für 2017 mehrere wichtige Trends.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
An erster Stelle nannten die Goldexperten vor allem die erhöhten geopolitischen Risiken. In Europa stehen Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland an, während die Briten beim Brexit darüber entscheiden müssen, wie hart bzw. weich der EU-Austritt ausfallen soll. Daneben dürften aber auch schwache Währungen dem Goldpreis helfen, schließlich sehen private Haushalte Gold traditionell als wirksamer Vermögensschutz und auch viele Notenbanken vertrauen unter der Notwendigkeit, Währungsreserven wirksam zu diversifizieren, wieder verstärkt auf Gold. Zudem wies der World Gold Council auf die gestiegenen Inflationserwartungen hin. Gold sollte davon profitieren, zumal steigende Nominalzinsen durch die erhöhte Geldentwertung kompensiert werden und dadurch die Realzinsen weiterhin niedrig bleiben sollten.
Am Freitagnachmittag zeigte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 2,10 auf 1.197,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wochenverlust droht
Der fossile Energieträger hat für die laufende Woche in der Spitze ein Minus von sechs Prozent erlitten, einen Großteil dieser Verluste in der zweiten Wochenhälfte aber wieder aufgeholt. Neue Impulse könnte es am Abend geben, wenn Baker Hughes , eine wichtige US-Dienstleistungsfirma aus der Ölbranche, ihren Wochenbericht (19.00 Uhr) kommuniziert. Ölförderfirmen aus den USA könnten nämlich ein globales Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hinauszögern, falls sich der in den vergangenen Wochen zu beobachtende Trend verstärkter Bohraktivitäten fortsetzen sollte.Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.55 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Februar) um 0,36 auf 52,65 Dollar, während sein Pendant auf Brent (März) um 0,27 auf 55,74 Dollar zurückfiel.
Weitere Goldpreis News
Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, claffra / Shutterstock.com