Geopolitische Spannungen

Öl-Manager: Die Ölpreise werden nicht mehr weiter steigen

15.11.17 14:42 Uhr

Öl-Manager: Die Ölpreise werden nicht mehr weiter steigen | finanzen.net

Seit Juni ist der Ölpreis um über 30 Prozent geklettert. BP-CEO Bob Dudley glaubt, dass damit zunächst das Steigerungspotential ausgeschöpft ist.

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"Ich erwarte keine neuen, deutliche Preisspitzen, solange es nicht zu einer einschlägigen geopolitischen Krise kommt", erklärte Dudley gegenüber "CNNMoney". Er bekräftigte seine Prognose, dass sich der Ölpreis bis zum Ende dieses Jahrzehnts in einer Spanne zwischen 50 und 60 US-Dollar pro Barrel bewegen wird.

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OPEC treibt Ölpreis

Nachdem der Ölpreis 2015 regelrecht eingebrochen und im Februar 2016 sogar auf unter 30 US-Dollar gefallen ist, hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gegengesteuert und eine Drosselung der Fördermenge beschlossen. Um eine größere Wirkung zu erzielen, hat sie sich - erfolgreich - bemüht, weitere Förderländer, die nicht dem Kartell angehören, mit ins Boot zu holen. Diese Vereinbarung läuft zunächst bis März 2018.

Laut Bob Dudley, scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass ein Preis von über 50 US-Dollar gut für die Welt ist. Dies sorge für den ungewöhnlichen Zusammenhalt der Öl-Förderstaaten.

Stützend wirke daneben die Erholung der Weltwirtschaft auf den Ölpreis. So sei die weltweite Nachfrage nach Öl und Benzin höher als erwartet.

Geopolitik im Fokus

Im Blick behalten sollte man jedoch die Geopolitik, insbesondere den Nahen und Mittleren Osten. Hier führten die Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien mehrere Stellvertreterkriege, etwa im Jemen, Libanon oder in Syrien. Die wachsenden Spannungen in dieser Krisenregion haben laut Bob Dudley den Ölpreis wahrscheinlich um rund 5 US-Dollar je Barrel erhöht.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 3Dsculptor / Shutterstock.com, Dzmitry Kliapitski / Shutterstock.com

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