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Nachhaltigkeitsmanager: Neue EU-Berichtspflichten erhöhen Nachfrage

13.02.26 06:12 Uhr

Berufsbild Nachhaltigkeitsmanager: So wird man es - und so viel kassiert man | finanzen.net

Das Thema der Nachhaltigkeit wird in nahezu allen Bereichen des Berufslebens immer wichtiger, die neueste EU-Richtlinie verlangt von vielen Unternehmen eine detaillierte Berichterstattung bezüglich Nachhaltigkeit. Viele Unternehmen engagieren mittlerweile einen Nachhaltigkeitsmanager, um den Pflichten nachzukommen. Doch was macht ein solcher Manager genau?

Fachexperte für Nachhaltigkeitsfragen

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in Unternehmen 2026 weiter an Bedeutung. Nachhaltigkeitsmanager entwickeln Lösungen, die ökologische Kriterien in Produkte, Dienstleistungen und Lieferketten integrieren. Sie unterstützen das Management bei der Formulierung von Nachhaltigkeitszielen, beraten zu ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten und sind häufig Teil einer CSR-Abteilung. Zu ihren Aufgaben gehören die nachhaltige Gestaltung von Unternehmenskultur und -strukturen, die interne und externe Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen sowie die Umsetzung regulatorischer Vorgaben wie der CSRD.

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Attraktive Karrierechancen und Gehalt

Die Nachfrage nach Nachhaltigkeitsmanagern ist hoch. Studiengänge auf Bachelor- und Masterebene bieten inzwischen gezielt Inhalte zu Nachhaltigkeit und Unternehmenspraxis an, aber auch Quereinsteiger können sich durch Weiterbildungen qualifizieren. Das durchschnittliche Jahresbruttogehalt liegt zwischen 50.000 und 80.000 Euro, erfahrene Fachkräfte oder internationale Positionen erzielen höhere Gehälter.

CSR gewinnt weiter an Bedeutung

Eine Umfrage von 2025 zeigt, dass rund 75 Prozent der Unternehmen über ein CSR-Programm verfügen. Mitarbeiter erwarten zunehmend, dass Firmen Stellung zu sozialen und ökologischen Themen beziehen. DEI (Diversity, Equity & Inclusion) gilt weiterhin als wichtigstes Ziel, gefolgt von Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Klimaschutz, Lieferkettentransparenz und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes rücken 2026 noch stärker in den Fokus.

Neue EU-Richtlinie verschärft Berichtspflichten

Die CSRD, seit 2023 in Kraft, erweitert die bisherigen ESG-Berichtspflichten deutlich. Unternehmen müssen nun umfassend über Nachhaltigkeitsziele, ökologische und soziale Auswirkungen sowie Governance- und Lieferkettenrisiken berichten. In Deutschland sind rund 15.000 Unternehmen betroffen, von börsennotierten Konzernen bis zu mittelständischen Firmen, die bestimmte Größenkriterien erfüllen. Große Unternehmen können die Vorgaben meist problemlos umsetzen, während Familienunternehmen und Mittelständler die zusätzlichen Belastungen kritisch sehen. Die Stiftung Familienunternehmen warnt, dass Bürokratie und Ressourcenbindung Investitionen in effektive Klimaschutzmaßnahmen bremsen könnten.

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Die Rolle des Nachhaltigkeitsmanagers heute

Nachhaltigkeitsmanager sind 2026 zentral für Unternehmen, die gesetzliche Vorgaben erfüllen und gleichzeitig ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen wollen. Sie helfen Firmen, nachhaltige Strategien zu entwickeln und umzusetzen, wodurch sich attraktive Karrierechancen in einem wachsenden Berufsfeld ergeben.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Brian A Jackson / Shutterstock.com, PeachShutterStock / Shutterstock.com