US-Zinsentscheid

Deshalb zeigt sich der Euro kaum verändert

30.01.20 12:30 Uhr

Deshalb zeigt sich der Euro kaum verändert | finanzen.net

Der Euro hat sich am Donnerstag bis zum Mittag nur wenig von der Stelle bewegt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1236 EUR 0,0004 EUR 0,33%

8,0879 CNY -0,0273 CNY -0,34%

0,8715 GBP 0,0003 GBP 0,03%

9,2399 HKD 0,0023 HKD 0,02%

184,3135 JPY -0,3365 JPY -0,18%

1,1817 USD 0,0003 USD 0,03%

1,1476 EUR -0,0005 EUR -0,04%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,16%

0,8462 EUR -0,0003 EUR -0,04%

Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1015 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs Mittwoch auf 1,1001 Dollar festgesetzt.

Der Handel zwischen Euro und Dollar zeigte sich wenig spektakulär. Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen solide aus, konnten dem Devisenhandel aber keine Richtung geben. Wirtschaftliche Frühindikatoren der EU-Kommission deuteten eine konjunkturelle Aufhellung an, während die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig war.

Auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed vom Vorabend ließ die Devisenkurse weitgehend kalt. Die Fed hatte ihren geldpolitischen Kurs bestätigt und Unzufriedenheit mit der anhaltend schwächelnden Inflation bekundet. Einige Fachleute deuteten dies als Hinweis auf eine denkbare geldpolitische Lockerung in der Zukunft. Konkrete Hinweise darauf ließ Fed-Chef Jerome Powell aber nicht fallen.

Unter Druck stand der chinesische Yuan. Während der Devisenhandel auf dem Festland ruht, war ein US-Dollar erstmals in diesem Jahr mehr als sieben Offshore-Yuan wert. Dieser unter anderem in Hongkong gehandelte Yuan kann wesentlich freier im Wert schwanken als der Festland-Yuan, der durch die chinesische Notenbank kontrolliert wird. Belastet wird die Stimmung durch das sich ausbreitende Coronavirus und die befürchteten ökonomischen Bremseffekte.

Auch andere Währungen der asiatischen Region standen unter Druck, etwa der koreanische Won oder der thailändische Baht. Dagegen waren der japanische Yen und der Schweizer Franken als sichere Anlagehäfen gefragt.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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