Risikokapital vorhalten

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor

10.06.21 13:43 Uhr

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor | finanzen.net

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat sich dafür ausgesprochen, Digitalwährungen in unterschiedliche Klassen aufzuteilen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

51.830,9796 CHF 280,3740 CHF 0,54%

57.008,8697 EUR 308,3833 EUR 0,54%

49.968,9227 GBP 270,3015 GBP 0,54%

10.513.230,9195 JPY 56.870,1788 JPY 0,54%

67.373,0714 USD 364,4473 USD 0,54%

1.543,3480 CHF 32,2453 CHF 2,13%

1.697,5278 EUR 35,4666 EUR 2,13%

1.487,9024 GBP 31,0869 GBP 2,13%

313.047,8006 JPY 6.540,5400 JPY 2,13%

2.006,1380 USD 41,9144 USD 2,13%

1,0818 CHF 0,0207 CHF 1,96%

1,1899 EUR 0,0228 EUR 1,96%

1,0429 GBP 0,0200 GBP 1,96%

219,4316 JPY 4,2082 JPY 1,96%

1,4062 USD 0,0270 USD 1,96%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,55%

0,0006 ETH -0,0000 ETH -2,09%

0,9244 XRP -0,0181 XRP -1,92%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,56%

0,0006 ETH -0,0000 ETH -2,09%

0,8404 XRP -0,0164 XRP -1,92%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,53%

0,0007 ETH -0,0000 ETH -2,09%

0,9588 XRP -0,0187 XRP -1,92%

Eine erste Klasse soll Kryptowährungen umfassen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und daher ähnlich wie bereits existierende Anlageformen behandelt werden. Ein zweite Klasse, zu der die BIZ auch die derzeit bedeutendste Digitalwährung Bitcoin zählt, erfüllt die Voraussetzungen nicht und soll daher strenger als klassische Anlagen behandelt werden. Eine Folge wäre, dass Banken wesentlich höheres Risikokapital vorhalten müssten.

Die Vorschläge des Baseler Ausschusses sind Teil eines Papiers, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Betroffene können sich zu den Vorschlägen noch bis September äußern.

Zur ersten Gruppe der Digitalanlagen, für die weniger strenge Vorschriften gelten sollen, zählt der Ausschuss zum einen klassische Anlagen, die lediglich neuartige technische Verfahren wie die Blockchain verwenden, um etwa Vermögensübertragungen zu erfassen (Tokenised Assets). Zur dieser Gruppe zählt der Ausschuss auch Kryptoanlagen, die eine Art eingebauten Stabilitätsmechanismus bieten. Dazu gehören etwa sogenannte "Stable Coins". Das sind Digitalwerte, deren Wert durch die Bindung an klassische Anlagen wie Währungen oder Anleihen gedeckt sind.

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Neue Regulierungen schlägt der Ausschuss derzeit nicht vor - auch nicht für die zweite Gruppe, mit denen er höhere Marktrisiken in Verbindung bringt. Digitales Zentralbankgeld, an dem derzeit mehrere große Zentralbanken arbeiten, wird in dem Papier nicht behandelt.

Das Risikogewicht, das der Ausschuss für riskantere Digitalanlagen der zweiten Gruppe empfiehlt, beträgt 1250 Prozent. Dies ist die höchste Risikokategorie. Für Digitalwerte der ersten Gruppe soll weniger Risikokapital vorgehalten werden müssen.

Hintergrund der Überlegungen sind Risiken, die mit den neuartigen Digitalwährungen einhergehen können. Das starke Wachstum von Kryptoanlagen und damit verbundener Dienstleistungen habe das Potenzial, Probleme in der Finanzstabilität auszulösen und die Risiken für Banken zu erhöhen, erklärte der Ausschuss. Das von den Banken vorgehaltene Kapital solle ausreichen, um eine vollständige Abschreibung der Kryptoanlagen aufzufangen, ohne die Inhaber von Bankeinlagen und andere vorrangige Gläubiger einem Verlust auszusetzen.

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BASEL (dpa-AFX)

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