Regierungswechsel

Tschechien führt Euro auch nach Regierungswechsel nicht ein

02.11.21 14:11 Uhr

Tschechien führt Euro auch nach Regierungswechsel nicht ein | finanzen.net

Auch nach dem erwarteten Regierungswechsel wird Tschechien vorerst nicht der Eurozone beitreten.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1235 EUR -0,0004 EUR -0,31%

8,0971 CNY 0,0257 CNY 0,32%

0,8755 GBP 0,0002 GBP 0,02%

9,2388 HKD 0,0087 HKD 0,09%

183,8400 JPY -0,3300 JPY -0,18%

1,1812 USD 0,0013 USD 0,11%

1,1424 EUR -0,0002 EUR -0,02%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,18%

0,8468 EUR -0,0008 EUR -0,09%

Das kündigten Vertreter der bei der Parlamentswahl im Oktober siegreichen Oppositionsparteien nach einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK am Dienstag an. Ein solches Vorhaben wäre für das Land derzeit nicht vorteilhaft, außerdem erfülle man ohnehin noch nicht die Defizitkriterien für eine Euro-Einführung, erklärten die Politiker am Rande von Koalitionsverhandlungen in Prag.

Bei der Parlamentswahl am 8. und 9. Oktober hatten zwei liberal-konservative Oppositionsbündnisse zusammen 108 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus errungen und die Bildung einer gemeinsamen Regierung angekündigt. Am Dienstag gaben sie bekannt, sie wollten in weiteren Gesprächen bis zum Abend bereits die Grundzüge ihres Koalitionsvertrags und die Struktur des künftigen Kabinetts festlegen.

Vorläufig amtiert aber noch der populistische Ministerpräsident Andrej Babis trotz seiner Wahlniederlage. Beobachter schließen nicht aus, dass der gesundheitlich angeschlagene Präsident Milos Zeman zunächst noch ihm den Regierungsauftrag erteilen könnte, obwohl Babis keine ausreichende Unterstützung im Parlament mehr hat. Babis hatte zuletzt immer häufiger die EU kritisiert.

/ct/DP/mis

PRAG (dpa-AFX)

Bildquellen: Vladimir Wrangel / Shutterstock.com, Ikerlaes / Shutterstock.com