Konjunkturdaten im Fokus

Euro Dollar Kurs: Weshalb sich der Eurokurs etwas von seinen vorherigen Kursverlusten erholt

04.01.24 20:49 Uhr

Euro Dollar Kurs: Weshalb sich der Eurokurs etwas von seinen vorherigen Kursverlusten erholt | finanzen.net

Der Euro hat am Donnerstag einen Teil seiner jüngsten Kursverluste wettgemacht.

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Devisen

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8,0940 CNY 0,0133 CNY 0,17%

0,8772 GBP -0,0007 GBP -0,08%

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184,6200 JPY 0,7400 JPY 0,40%

1,1775 USD -0,0003 USD -0,02%

1,1402 EUR 0,0012 EUR 0,10%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,42%

0,8493 EUR 0,0001 EUR 0,01%

Für die Gemeinschaftswährung wurden im New Yorker Handel zuletzt 1,0944 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0953 (Mittwoch: 1,0919) Dollar fest, der Dollar damit 0,9129 (0,9158) Euro gekostet.

Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen insgesamt recht erfreulich aus und stützten so den Euro. Die Unternehmensstimmung im gemeinsamen Währungsraum hatte sich im Dezember überraschend nicht verschlechtert; stattdessen stagnierte sie auf niedrigem Niveau. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global signalisiert mit deutlich weniger als 50 Punkten nach wie vor eine wirtschaftliche Schrumpfung.

In Deutschland gewann indes die Inflation zum Jahresende 2023 wieder an Tempo. Die Verbraucherpreise lagen im Dezember um 3,7 Prozent über dem Vorjahresmonat - nach 3,2 Prozent im November. Volkswirte hatten aber bereits damit gerechnet: Denn ein Jahr zuvor hatte der Staat in dem Monat einmalig die Kosten für den Abschlag der Gas- und Fernwärmekunden übernommen. Dementsprechend hielten sich auch die Reaktionen am Devisenmarkt in Grenzen.

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, äußerte sich denn auch eher gelassen: "Trotz der leicht höheren Rate als im Vormonat bleibt die Inflation auf Abwärtskurs. Das setzt den Reigen an günstigen Inflationsdaten der letzten Zeit fort." Daran werde sich in den kommenden Monaten trotz leichter Belastungen aus den Energiepreisen nichts ändern. Dabei werde entscheidend sein, dass sich auch die Preise von Dienstleistungen beruhigten.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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