Dollar-Stärke

Aus diesen Gründen kann sich der Euro von Einmonatstief erholen - britisches Pfund unter Druck

17.09.20 21:15 Uhr

Aus diesen Gründen kann sich der Euro von Einmonatstief erholen - britisches Pfund unter Druck | finanzen.net

Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel auf Erholungskurs geblieben.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1235 EUR 0,0001 EUR 0,05%

8,0976 CNY -0,0043 CNY -0,05%

0,8760 GBP 0,0000 GBP 0,00%

9,2421 HKD -0,0009 HKD -0,01%

184,3530 JPY 0,1830 JPY 0,10%

1,1815 USD 0,0000 USD 0,00%

1,1420 EUR 0,0009 EUR 0,08%

1,3489 USD 0,0007 USD 0,05%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,04%

0,8471 EUR 0,0006 EUR 0,07%

0,7415 GBP -0,0002 GBP -0,02%

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro notierte zuletzt bei 1,1835 US-Dollar. Im frühen europäischen Geschäft war sie noch mit 1,1738 Dollar auf den tiefsten Stand seit einem Monat gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1797 (Mittwoch: 1,1869) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8477 (0,8425) Euro.

Jüngste Konjunkturdaten aus den USA fielen eher enttäuschend aus und belasteten den Dollar. So sind die Baubeginne im August stärker gefallen als erwartet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar gesunken, aber weniger als erwartet. Die Zahlen befinden sticht trotz des Rückgangs auf einem hohen Niveau.

Die Entscheidungen der US-Notenbank vom Vortag hatte den US-Dollar zunächst gestützt. Die US-Notenbank hat am Mittwoch ihre Nullzinspolitik bestätigt und anhaltend niedrige Zinsen bis ins Jahr 2023 hinein signalisiert. Auch ihre Wertpapierkäufe von monatlich 120 Milliarden Dollar sollen fortgeführt werden.

Offenbar hatten einige Beobachter mit weiteren Lockerungssignalen gerechnet, was die Anleihen vorübergehend belastete. Notenbankchef Jerome Powell aber sieht derzeit vor allem die Fiskalpolitik in der Pflicht.

Gefallen ist das britische Pfund. Die britische Notenbank hat ihren Krisenkurs bestätigt und den Leitzins auf dem Rekordtiefstand von 0,10 Prozent belassen. Sie machte aber deutlich, dass sie über negative Zinsen nachdenkt, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Das würde das Pfund für Anleger noch weniger attraktiv machen.

Großbritannien leidet derzeit unter einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus. Zudem haben sich die Fronten bei den Verhandlungen zwischen der Europäischen Uniob und der britischen Regierung in Bezug auf die künftigen Beziehungen verhärtet. Es droht ein Ausscheiden Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt ohne ein Abkommen.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Denis Vrublevski / Shutterstock.com