US-Dollar: Geht die Aufwertung weiter?
Der US-Dollar kann eigentlich nur weiter steigen.
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Wohin man auch schaut, welche Kommentare man auch liest, es gibt kaum jemanden, der anderer Meinung ist. Die Erklärung ist einfach: Die US-Notenbank Fed dürfte in diesem Jahr die erste Leitzinserhöhung seit 2008 durchsetzen, während die meisten anderen Notenbanken die Geldpolitik lockern. Und das betrifft keineswegs nur die EZB und die Bank of Japan, sondern auch die Notenbanken vieler kleinerer Länder. Viele Profi-Anleger setzen schon voll auf den US-Dollar. In Asien z.B. sind die großen Vermögensverwalter massiv in US-Dollars investiert, teilweise bis zu 90 Prozent der Anlagen. Das birgt natürlich auch Gefahren in sich. Wo soll denn die zusätzliche Dollarnachfrage noch herkommen? Sicher gibt es auch viele Anleger, die jetzt erst auf den Dollar-Zug aufspringen. Trotzdem sind stärkere Gegenbewegungen beim Greenback durchaus möglich, schließlich gibt es stets Kurzfrist-Anleger, die Gewinne mitnehmen könnten. Anlass dafür könnten Überlegungen in Kreisen der US-Notenbank sein, die Zinserhöhung über 2015 hinauszuschieben.
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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Warnungen vor einer zu frühen Zinserhöhung
Unmöglich ist das nicht, es gibt durchaus Stimmen, die das befürworten. Ihr Argument: Solange die Lage der Weltkonjunktur labil ist, wäre eine Zinserhöhung gefährlich, auch wenn sich die US-Wirtschaft robust zeigt. Die US-Notenbank hat in ihrem Statement nach der Sitzung am 28. Januar auf die "globalen Entwicklungen" verwiesen. Was sie nicht sagten: Es gibt für die Dollaraufwertung auch eine Schmerzgrenze. Wird die überschritten, dann könnte die Fed die Zinsanhebung mit Hinweis auf die labile Weltkonjunktur verschieben. Das hätte sicher eine Gegenbewegung beim Dollar zur Folge. Sie sollten sich am Devisenmarkt nie zu sicher sein!
Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.