Was bringt 2024?

Peter E. Hubers Börsenausblick für 2024: Diese Investitionen könnten sich im neuen Jahr lohnen

28.12.23 08:22 Uhr

Auf Schatzsuche mit Peter E. Huber: Die unverzichtbaren Investments im Jahr 2024 | finanzen.net

Aktien, Anleihen oder Gold - Worauf sollten Anleger 2024 setzen? Diese Anlageklassen sind laut Peter E. Huber im neuen Börsenjahr einen Blick wert.

Werte in diesem Artikel
Aktien

71,90 EUR -2,12 EUR -2,86%

52,50 EUR -1,37 EUR -2,54%

92,00 EUR -4,55 EUR -4,71%

Indizes

22.390,8 PKT -149,1 PKT -0,66%

5.304,0 PKT -16,4 PKT -0,31%

• Börsenausblick 2024
• Anleihen oder Aktien?
• Goldpreis im Blick

Inflation und Zinsen auch 2024 noch im Fokus

Wer­bung

Was bringt das neue Börsenjahr 2024? Die genaue Antwort auf diese Frage kennt niemand, jedoch gibt es einige Experten, die einen Ausblick auf die Geschehnisse an den Handelsplätzen der Welt geben - so auch der Fondsmanager Peter E. Huber. Der Börsenexperte, der 2018 mit dem Sauren-Award als Fondspersönlichkeit des Jahres ausgezeichnet wurde, rechnet damit, dass das Thema Inflation und Zinsen die Märkte auch 2024 beschäftigen wird. Nicht nur schwächte sich die Inflation 2023 ab, mit den jüngsten Zinsentscheiden der Fed und der EZB rührten die Währungshüter den Leitzins auch wiederholt nicht an. Für das kommende Jahr erwarten Anleger daher erste Zinssenkungen.

Staatsschulden könnten Anleihen gefährlich werden

Diese Entwicklungen sorgen an den Anleihemärkten für eine "Jubelhausse", wie Huber im Rahmen seines Newsletters "Hubers Portfolio" erklärte. Hier warnte der Experte jedoch vor verfrühtem Optimismus. "Wir verfolgen diese Entwicklung mit äußerstem Misstrauen. Dies liegt zum einen an einer Explosion der Staatsschulden", so der Fondsmanager. "Dazu kommt eine inverse Zinsstrukturkurve (EZB-Zins bei 4%, 10jährige Bunds bei 2,3%). Wir befürchten, dass selbst bei Zinssenkungen durch die EZB die Renditen am langen Ende steigen werden. Dies bedeutet nichts anderes als eine Normalisierung der Zinsstruktur. Schlimmstenfalls befürchten wir sogar den Beginn einer Staatsschuldenkrise. Wir sind deshalb nur in Staatsanleihen mit maximal 12 Monaten Restlaufzeit investiert und vermeiden so jedes Zinsänderungsrisiko."

Wer­bung

Value-Aktien vor Comeback?

Was Aktien angeht, könnte 2024 die Zeit für Value-Titel gekommen sein, wie der Experte festhielt. "2023 war für Value-Anleger ein Jahr zum vergessen! Während hoch bewertete Aktien - insbesondere aus dem Technologie-Bereich ("Die Glorreichen Sieben") immer teurer wurden, traten niedrig bewertete Unternehmen auf der Stelle", heißt es in Hubers Textbeitrag. "Bei langweiligen Titeln, die wenig Wachstum erwarten lassen und die deshalb niedrig bewertet sind, kommt es dagegen oft zu positiven Überraschungen. Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, bis Valueaktien wieder Freude machen. Bis dorthin kann man sich mit hohen Ausschüttungen verwöhnen lassen."

Schwieriges Umfeld für DAX-Unternehmen

Zwar hat der DAX in den letzten 20 Jahren deutlich zulegen und im Dezember 2023 erstmals die Marke von 17.000 Punkten überspringen können, betrachtet man jedoch alleinig die Kurse ohne Dividenden, habe sich seitdem kaum etwas getan, so Huber. "Im selben Zeitraum sind die Unternehmensgewinne und die Dividenden weiter gestiegen, so dass deutsche Aktien heute 25% unterbewertet sind", gab er zu bedenken. Ähnlich sehe es beim EURO STOXX 50 aus.

Wer­bung

Bislang konnten besonders die im DAX enthaltenen Autobauer BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen zu einem Löwenanteil der Unternehmensgewinne im Index beitragen, in dieser Branche warnte Huber jedoch vor einer "Trendwende": "Die Nachfrage schwächelt, man muss wieder Rabatte gewähren, während gleichzeitig die Lohn- und Materialkosten steigen. Und bei der E-Mobilität tut man sich schwer, Anschluss zu halten", gab der Marktbeobachter zu bedenken.

Asiatische Aktien bleiben weitgehend interessant

Deutlich optimistischer ist Huber jedoch bei asiatischen Aktien - wenn auch nur mit Einschränkungen. "Niedrige Produktionskosten, steigender Wohlstand und zahlreiche neue Freihandelsabkommen stärken den innerasiatischen Handel", lobte der Börsenkenner. Besonders japanische Aktien habe Huber schon seit längerem auf seinem Kaufzettel. Aber auch der ein oder andere Schwellenmarktwert sei interessant. Vorsicht sei jedoch bei chinesischen Aktien geboten: "Aufgrund zahlreicher Faktoren - Megapleiten am Immobilienmarkt, repressiver Staat, geopolitischer Konflikt mit den USA, schwaches Wirtschaftswachstum - gelten chinesische Aktien (auch die in Hongkong notierten), bei den meisten Experten als nicht investierbar", heißt es im Jahresausblick. Ganz so dramatisch schätzt Huber die Lage jedoch nicht ein. So seien die Herausforderungen in der Volksrepublik bereits seit längerem bekannt und damit in den Kursen bereits berücksichtigt. Eine Kaufempfehlung spricht der Experte derzeit jedoch trotzdem nicht aus.

Goldpreis vor neuem Höchststand?

Ebenfalls kein "Buy"-Rating gibt es zum Jahreswechsel für Aktien von Goldminenbetreibern. "Hier liegen die historischen Höchstkurse in weiter Ferne", gab Huber zu bedenken. "Sie sind unbeliebt und in den Depots der Anleger nur selten stärker gewichtet." Mit Verweis auf Mark Dittli, Journalist bei der "Neuen Zürcher Zeitung"-Publikation "The Market", bezeichnet Huber Goldminenaktien gar als "unbeliebteste Anlage der Welt".

Anders sieht es hingegen für eine Direktinvestition in das gelbe Edelmetall aus. Nicht nur habe sich der Goldpreis 2023 "konstruktiv" verhalten, auch ein neues Rekordhoch sei in Bälde möglich. Als Treiber sieht der Fondsmanager den Stand von Gold als Währungsersatz in Ländern wie Argentinien, Venezuela und der Türkei. Aber auch die Tatsache, dass Gold immer wieder auf den Einkaufszetteln der Zentralbanken stehen, kommen dem Rohstoff zugute.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Ausgewählte Hebelprodukte auf BMW

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BMW

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: Virojt Changyencham / Shutterstock.com, Dilok Klaisataporn / shutterstock.com

Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

Wer­bung

Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

DatumRatingAnalyst
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyWarburg Research
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyWarburg Research
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
27.03.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.03.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OutperformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
01.04.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Market-PerformBernstein Research
24.03.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
21.03.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
18.02.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
13.01.2025Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
03.12.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) UnderweightBarclays Capital
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Mercedes-Benz Group (ex Daimler) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen