Vossloh: Die Aktie für danach?
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Vossloh blickt optimistisch in die Zukunft, wenngleich sich Analysten beim Ausblick noch einen Schnaps mehr erhofft hatten. Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor bleibt aber.
Werte in diesem Artikel
Am Tag der Vorlage der Geschäftszahlen für 2025 von Vossloh wurde es zu Handelsbeginn turbulent: Von gut 71 Euro ging es zunächst bis auf unter 69 Euro nach unten – nur um kurze Zeit später das Tageshoch bei gut 73 Euro zu markieren. Neben den Unabwägbarkeiten durch den Krieg am Golf zeigte diese Entwicklung, dass sich die Marktteilnehmer mit der Einordnung der Zahlen und Ziele doch recht schwertaten.
Blick zurück
Schauen wir noch einmal auf die Zahlen 2025: Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 1,34 Mrd. Euro, lag damit aber nur am unteren Ende der Zielrange von 1,33 bis 1,4 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge vor Kosten der Sateba-Übernahme bewegte sich wiederum mit 8,9 Prozent in der Mitte der Zielspanne von 8,5 bis 9,5 Prozent. Unterm Strich verbesserte sich das Konzernergebnis um 4,4 Prozent auf 79,9 Mio. Euro. Grund für die hohe Volatilität am Veröffentlichungstag dürfte daher eher der Ausblick gewesen sein.
Blick nach vorn
Vossloh will 2026 den Umsatz auf 1,56 bis 1,66 Mrd. Euro steigern. Das entspricht einem geplanten Zuwachs von 16 bis 24 Prozent. Da die Sateba-Übernahme in den Zahlen für 2025 bereits eingearbeitet war, ist die geplante Umsatzsteigerung strenggenommen als organisch zu bezeichnen. Etwas mehr hätte es bei der EBITDA-Marge sein dürfen: Die kalkulierten 13,5 bis 14,5 Prozent (GJ 2025: 13,4 Prozent) liegen am unteren Ende nur leicht über dem Vorjahreswert.
Fazit
Vossloh dürfte 2026 einen Gewinn je Aktie von 3,50 bis 3,60 Euro einfahren, was bei Kursen von rund 66 Euro einem KGV von gut 18 entspricht. Das ist nicht günstig, aber Qualität hat bekanntlich seinen Preis. Dass von dem Konjunkturpaket des Bundes noch nicht viel in die Infrastruktur geflossen ist, dürfte Vossloh nicht mit Wucht treffen. Denn das Unternehmen ist regional breit diversifiziert und erzielte 2025 nur noch 12 Prozent der Erlöse im Inland. Vor dem Hintergrund des Kriegs in Nahost erscheint es aber sinnvoll, das Pulver noch trocken zu halten. Der Ausblick zeigt klar in die richtige Richtung, so dass das Papier eine geeignete Alternative für die Zeit nach dem Nahostkonflikt sein könnte.
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Erstellung am 23.03.26 um 11:39 Uhr.
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