Vossloh: Die Aktie danach!

03.03.26 17:13 Uhr

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Die Vossloh-Aktie gilt als Qualitätswert – und Qualität ist bekanntlich teuer. Die jüngsten Kursabschläge wecken bereits wieder Begehrlichkeiten.

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Aktien

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Jeder Schock an den Kapitalmärkten eröffnet neue Chancen. Wenngleich es für einen Einstieg vor dem Hintergrund der Kriegshandlungen in Nahost wohl noch zu früh ist, sollte jeder Anleger bereits seine Favoriten für die Zeit nach diesem Schock zusammenstellen. Denn die Karten der zukünftigen Favoriten werden aktuell wieder neu gemischt. Die Frage dabei lautet: Wer könnte nach einem Ende des Kriegs in Nahost ein Profiteur sein und wer wird noch etwas länger brauchen, um sich beispielsweise von den hohen Ölpreisen zu erholen?

Die Bahn muss investieren

Ein Name sollte auf der Favoritenliste nicht fehlen: Vossloh. Der Infrastrukturdienstleister für die Schiene hat seit Beginn der Auseinandersetzung in Nahost rund 5 Prozent an Wert verloren. Damit ist die Aktie sicher noch kein gefallener Engel, was wiederum seine Gründe hat: Die Sanierung des Schienennetzes in Deutschland gilt als ausgemachte Sache, daran wird der Krieg im Iran wahrscheinlich wenig ändern. Das ist die gute Nachricht.

Materialkosten könnten weiter steigen

Doch bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten: Vossloh stellt eine Vielzahl der verwendeten Komponenten selbst her. Höhere Erdöl- und Rohstoffpreise führen zu steigende Materialkosten. Diese werden zwar sukzessive an Kunden weitergegeben, können aber kurzfristig zu geringeren Margen führen. Immerhin lagen die Herstellungskosten bei Vossloh zum Halbjahr 2025 bei fast 73 Prozent vom Umsatz.

Fazit

Steigende Materialkosten dürfen nicht ignoriert werden, dennoch: Der Krieg in Nahost verändert die Absatzmärkte von Vossloh zumindest nicht nachhaltig. Neben dem Investitionsstau bei der Deutschen Bahn ist das Unternehmen weltweit aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Vossloh über 85 Prozent der Außenumsätze außerhalb Deutschlands. Das federt regionale Nachfrageverschiebungen ab. Günstig ist das Papier aber selbst nach den jüngsten Verlusten nicht. Bei Kursen von rund 78 Euro errechnet sich ein KGV für 2026 von 21. Am 19. März stehen die Geschäftszahlen für 2025 und der Ausblick für 2026 auf der Agenda. Dann wird sich zeigen, ob das Papier eine geeignete Alternative für die Zeit nach dem Nahostkonflikt ist.

Auch bei 2G Energy ist davon auszugehen, dass der Konflikt die Aktie nur vorübergehend bremsen sollte. Bis zum Ausbruch des Krieges war sie auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch, was angesichts der exzellenten Auftragssituation und der guten Aussichten nicht überraschend ist. Auch eine Aktie für danach?: zum Artikel

Es gibt auch Unternehmen, nicht nur im Rüstungssektor, die von dem Konflikt und seinen Konsequenzen für Themen wie Energiesicherheit dauerhaft profitieren könnten. Dazu gehören nicht zuletzt Anbieter aus dem Bereich erneuerbare Energien, von denen einige bereits zuletzt mit starken Zahlen und einer guten Aktien-Performance überzeugen konnten: zum Artikel

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Erstellung am 03.03.26 um 15:04 Uhr.

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