Verve Group: Das wird morgen wichtig
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Die Aktie von Verve hat unter den vorläufigen Zahlen kräftig gelitten und sich seitdem nicht erholt. Morgen hat der Vorstand im Earnings-Call die Chance, den Trend zu drehen. Mehrere Punkte stehen dabei im Blickpunkt.
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Verve ist im Schlussquartal nicht so stark gewachsen wie erhofft, was insbesondere daran lag, dass ein größerer Kunde in Schwierigkeiten geraten ist, so dass die Geschäftsbeziehung beendet wurde. Auch der Jahresanfang soll hinsichtlich der Umsatzdynamik zunächst eher gemächlich ausfallen. Darauf soll dann eine sukzessive Beschleunigung im weiteren Jahresverlauf folgen. Das Management wird im Earnings-Call Fakten liefern müssen, um diese positive Einschätzung für die Folgequartale zu untermauern.
Geht die Marge zurück?
Ebenfalls wichtig sind die Margenperspektiven. Das untere Ende der Zielspanne für das bereinigte EBITDA korrespondiert nur mit einer moderaten Verbesserung um 8 Prozent in der Finanzperiode 2026. Demgegenüber sind die Erwartungen für das Erlöswachstum deutlich höher. Trotz der Hebung umfangreicher Synergien im letzten Jahr und der prinzipiell hohen Skalierungspotenziale im Plattformgeschäft könnte die operative Marge somit weiter zurückgehen – dazu könnte es kritische Rückfragen geben.
Verschuldung im Fokus
Und schließlich steht bei Verve die Verschuldung im Fokus. Nach dem immer wieder auch mit Akquisitionen forcierten Wachstumskurs der letzten Jahre lag das Verschuldungs-Multiple in Relation zum bereinigten EBITDA Ende 2025 bei 3,1, was einen deutlichen Anstieg zum Vorjahreswert (2,4) darstellte. Zuletzt hat das Unternehmen das Fremdkapitalvolumen mit einer Bondemission über 50 Mio. Euro noch weiter nach oben getrieben. Im Earnings-Call wird das Management darstellen müssen, wie das Multiple nun wieder Schritt für Schritt zurückgeführt werden kann.
Es wird spannend
Insgesamt steht damit morgen ein spannender Earnings-Call von Verve an. Grundsätzlich sind die Perspektiven des Unternehmens aussichtsreich – der digitale Werbemarkt wächst stark und die Gesellschaft ist, insbesondere in den USA, gut positioniert. Gelingt es dem Management, die Sorgen der Investoren hinsichtlich der skizzierten Punkte zu entkräften, stehen die Chancen für einen ersten Rebound gut. Wenn Verve in den nächsten Quartalen dann auch die versprochenen operativen Ergebnisse liefern kann, könnte daraus eine nachhaltige und dynamische Trendwende werden.
Auf eine freundlichere Kursentwicklung hoffen die Anleger auch bei der Beteiligungsgesellschaft DEWB. Da wichtige Portfoliounternehmen operative Fortschritte vermelden und für 2026 ein kräftiges Wachstum anstreben, erscheinen die Voraussetzungen dafür vielversprechend: zum Artikel
Das gilt auch für Gesco. Die Aktie folgte zuletzt einem leichten Aufwärtstrend und lockt noch mit einer ausgesprochen niedrigen Bewertung, in der sich die Konjunkturflaute der letzten Jahre widerspiegelt. Sollte sich die Industriekonjunktur, wie zuletzt verstärkt angedeutet, tatsächlich erholen, dürfte Gesco davon deutlich profitieren – was in der Aktie noch nicht eingepreist ist: zum Artikel
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