Südzucker: Bittersweet Symphony

18.02.26 10:07 Uhr

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Südzucker: Bittersweet Symphony | finanzen.net

Die schlechten Nachrichten bei Südzucker nehmen kein Ende. Durch eine Sonderabschreibung im Geschäftsjahr 2025/26 (per 28.2.) soll nun die Dividende gestrichen werden.

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Auf den technischen Aufschwung seit Jahresanfang folgte nun der fundamentale Dämpfer: Durch das anhaltend schwache Marktumfeld im Segment Zucker erwartet das Management, dass im Konzernabschluss für 2025/26 (per 28.2.) hierfür eine Sonderabschreibung zwischen 450 und 550 Mio. Euro vorgenommen werden muss. In der Folge empfiehlt der Vorstand, die Dividendenzahlung auszusetzen.

EBITDA-Ziel steht

Wie hoch die außerordentliche Abschreibung genau sein wird, soll im Rahmen der Aufstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2025/26 festgezurrt werden. Die erwarteten, nicht zahlungswirksamen außerordentlichen Abschreibungen wird der Zuckerhersteller im Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen ausweisen. Daher sollen diese das für 2025/26 prognostizierte EBITDA nicht betreffen.

Geballte Ladung

Wohl aber das Nettoergebnis. Analysten hatten hier bereits mit einem leichten Verlust gerechnet. Dieser dürfte nun deutlich höher ausfallen. Hinzu kommt, dass auch der österreichische Zuckerhersteller Agrana Abschreibungen im Zuckersegment vornimmt. Diese sollen bei 45 bis 55 Mio. Euro liegen. Was Südzucker mit Agrana zu tun hat? Nun, die Mannheimer sind zu 50 Prozent an der AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG beteiligt, die wiederum 78,34 Prozent an Agrana hält. Dazu kommt eine direkte Beteiligung von 2,74 Prozent.

Fazit

Für die Südzucker-Aktionäre kommt es kurz vor Geschäftsjahresende noch einmal knüppeldick. Die Aussichten für eine Belebung im Zuckergeschäft sind durch billige Importe von außerhalb der EU und eine drohende Zuckersteuer sowieso schon eingetrübt. Nun dürfte auch der Dividendenverzicht unausweichlich sein. Der vor wenigen Tagen noch denkbare Ausbruch über die 10-Euro-Marke ist abgesagt. Vielmehr könnte der zum Jahreswechsel 2025/26 ausgebildete Boden im Chart bei 9 Euro noch einmal getestet werden.

Deutlich freundlicher sieht es hingegen bei der Beteiligungsgesellschaft DEWB aus. Da wichtige Portfoliounternehmen operative Fortschritte vermelden und für 2026 ein kräftiges Wachstum anstreben, erscheinen die Voraussetzungen für einen Kursaufschwung der DEWB-Aktie vielversprechend: zum Artikel

Das gilt auch für Gesco. Die Aktie folgte zuletzt einem leichten Aufwärtstrend und lockt noch mit einer ausgesprochen niedrigen Bewertung, in der sich die Konjunkturflaute der letzten Jahre widerspiegelt. Sollte sich die Industriekonjunktur, wie zuletzt verstärkt angedeutet, tatsächlich erholen, dürfte Gesco davon deutlich profitieren – was in der Aktie noch nicht eingepreist ist: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 18.02.26 um 9:18 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.438 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 14.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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