Sparmaßnahmen

H&M-Aktie freundlich: H&M kann in Q3 dank Sparkurs mehr Gewinn erzielen - Weniger Umsatz im September

27.09.23 12:49 Uhr

H&M-Aktie freundlich: H&M kann in Q3 dank Sparkurs mehr Gewinn erzielen - Weniger Umsatz im September | finanzen.net

Die Sparmaßnahmen beim schwedischen Modekonzern H&M zeigen Wirkung.

Das Unternehmen steigerte seinen operativen Gewinn im dritten Quartal auf 4,74 Milliarden Kronen (410 Millionen Euro) von zuvor 902 Millionen Kronen, wie H&M am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahresergebnis sind einmalige Kosten in Höhe von 2,1 Milliarden Kronen für den Rückzug des Konzerns aus Russland enthalten. Mit dem Quartalsergebnis übertraf die weltweite Nummer zwei hinter der spanischen Zara-Mutter Inditex die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt einen Gewinn von 4,72 Milliarden Kronen erwartet hatten. "Das Kosten- und Effizienzprogramm läuft auf Hochtouren und wird auch in den kommenden Quartalen wirken", teilte der schwedische Moderiese mit.

Für September geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz in Lokalwährungen um zehn Prozent unter dem Vorjahreswert liegen wird. Grund dafür sei das ungewöhnlich warme Wetter in Europa, das den Beginn der Herbst-Saison verzögert hat. Das Ziel einer operativen Marge von zehn Prozent im Jahr 2024 bleibe bestehen. Zudem wolle der Konzern bis zum 31. März Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden Kronen zurückkaufen.

Warmes Wetter und Russland-Rückzug: H&M setzt im September deutlich weniger um

Im laufenden Monat setzte der Konzern bislang deutlich weniger um als im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge für das abgelaufene Quartal überraschte hingegen positiv. Außerdem will H&M-Aktien im Wert von drei Milliarden schwedischen Kronen (rund 258 Millionen Euro) zurückkaufen.

An der Börse sorgten die Nachrichten für Aufwind. Die Aktien des schwedischen Textilkonzerns zogen um über vier Prozent an und machten damit die Verluste seit Mitte September teilweise wett. Das Niveau konnten die H&M-Anteile nicht ganz halten, zuletzt lagen sie an der Börse in Stockholm noch 1,94 Prozent höher bei 158,00 Schwedische Kronen.

Der Umsatz im September werde währungsbereinigt rund zehn Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegen, teilte der Konzern am Mittwoch in Stockholm mit. Vier Prozentpunkte davon gingen auf das Ende des Russland-Geschäfts zurück. Einen "substanziell negativen Effekt" hätten auch die hohen Temperaturen gehabt, die den Start in die Herbstsaison verzögerten.

Im Ende August ausgelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 war der Erlös - wie bereits bekannt - unter anderem wegen des Russland-Rückzugs und Umsatzeinbußen in der Ukraine stagniert. Dank der im Jahresvergleich schwachen Heimatwährung zog der bilanzierte Erlös um sechs Prozent auf 61 Milliarden schwedische Kronen an.

Fortschritte machte das Unternehmen beim operativen Ergebnis. Dieses zog bereinigt um Einmaleffekte um 58 Prozent auf 4,7 Milliarden Kronen an. Der Anstieg fiel damit etwas höher aus, als Experten erwartet hatten. Im dritten Quartal 2021/22 hatte H&M eine Sonderbelastung für den Abbau des Geschäfts in Russland von etwas mehr als zwei Milliarden Kronen verbucht.

Die operative Marge habe damit in den drei Monaten bis Ende August bei 7,8 Prozent gelegen. Ein deutlicher Fortschritt zu den 1,6 Prozent im Vorjahr, aber immer noch ein Stück weit entfernt vom Zehn-Prozent-Ziel der Konzernchefin Helena Helmersson. Sie will diesen Wert im kommenden Jahr erreichen. Analysten zweifeln jedoch daran.

Zudem beschloss der Konzern einen Aktienrückkauf in Höhe von bis zu drei Milliarden schwedischen Kronen. Der Rückkauf solle bis Ende März des kommenden Jahres erfolgen. Eine entsprechende Berechtigung habe sich das Management auf der vergangenen Hauptversammlung eingeholt.

Experten äußerten sich vor dem Handelsstart und der Analystenkonferenz ambivalent. Richard Chamberlain von RBC bezeichnete die Zahlen für das dritte Quartal als etwas besser als erwartet, sprach angesichts des enttäuschenden Verlaufs des Septembergeschäfts aber von einem ungünstigen Auftakt des laufenden Quartals.

Die Analysten der Deutschen Bank führten den besser als gedachten operativen Gewinn (Ebit) und Gewinn je Aktie allein auf die operative Kostenentwicklung zurück. Es sei dem Unternehmen gelungen, die Kosten eindrucksvoll zu senken. Jefferies-Analyst James Grzinic bezeichnete die Umsatzentwicklung im September zwar als enttäuschend. Nach ähnlichen Aussagen anderer Unternehmen der Branche sei der Überraschungseffekt aber gering gewesen.

/jcf/jkr/nas

dpa-AFX

Stockholm (Reuters) / STOCKHOLM (dpa-AFX)

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