Secunet: Erholung nach dem Ausverkauf

19.02.26 15:28 Uhr

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Starke Zahlen für 2025, dann ein harter Kurseinbruch. Doch die Secunet-Aktie kämpft sich zurück. Das Unternehmen profitiert nun von der wachsenden Überzeugung, dass Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz keine Gegensätze sind.

 

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Eigentlich hätten die Zahlen für weitere Kurssteigerungen sorgen müssen: Secunet Security Networks hatte das Geschäftsjahr 2025 mit einem kräftigen Umsatzplus von 13 Prozent auf rund 459 Mio. Euro abgeschlossen und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Das operative Ergebnis (EBIT) legte sogar überproportional um gut ein Fünftel auf 51,7 Mio. Euro zu, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 11,3 Prozent, nach 10,5 Prozent im Vorjahr.

Der Markt reagierte dennoch verhalten. Zwar sprang die Aktie unmittelbar nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen Ende Januar kurzzeitig um neun Prozent nach oben, doch der Ausblick für 2026 – das Management erwartet einen Umsatz zwischen 460 und 500 Mio. Euro sowie ein operatives Ergebnis zwischen 53 und 58 Mio. Euro – wurde von manchen Marktteilnehmern als zu konservativ eingestuft.

KI-Sorgen als Bremsklotz

Und dann kam auch der branchenweite Gegenwind: Im Zuge des Sell-offs bei Software- und Technologieaktien, ausgelöst durch aufkeimende Sorgen über die Disruption durch Künstliche Intelligenz, gerieten auch viele Cybersicherheitswerte unter Druck. Die Befürchtung, KI könnte klassische Sicherheitssoftware mittelfristig obsolet machen, lastete auf Secunet und drückte die Aktie zeitweise um über 20 Prozent nach unten.

Stimmungswandel zugunsten der Cybersicherheit

Doch die Sichtweise beginnt sich wieder zu drehen. Zunehmend setzt sich am Markt die Erkenntnis durch, dass Cybersicherheitsunternehmen nicht zu den Verlierern der KI-Revolution gehören, sondern im Gegenteil zu den potenziellen Profiteuren. Denn je stärker KI in kritische Infrastrukturen, Behörden und Unternehmensnetze eindringt, desto größer werden die Sicherheitsanforderungen. Das schafft ein Umfeld, in dem ein spezialisierter Anbieter wie Secunet mit seiner tiefen Verwurzelung im öffentlichen Sektor strukturell gut aufgestellt ist.

Charttechnisches Erholungsmomentum

Der Stimmungswandel spiegelt sich auch im Chartbild wider. Die Secunet-Aktie hat bereits zwei wichtige technische Hürden zurückerobert: den 50-Tage-Durchschnitt sowie den 100-Tage-Durchschnitt. Das ist ein konstruktives Signal, das auf zunehmendes Käuferinteresse hindeutet. Der 200-Tage-Durchschnitt bei derzeit knapp 202 Euro stellt nun die entscheidende nächste Hürde dar. Ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb dieser Marke würde das mittelfristige technische Bild deutlich aufhellen und Potenzial in Richtung der Jahreshochs bei rund 240 Euro eröffnen.

Auch die Aktie von 2G Energy schickt sich an, demnächst das Allzeithoch aus dem letzten Sommer zu knacken. Danach wäre der weg nach oben ganz frei, was angesichts der sehr dynamsichen operativen Entwicklung nicht verwundern dürfte: zum Artikel

Aufwärts gehen könnte es im laufenden Jahr auch bei der Aktie der Beteiligungsgesellschaft DEWB. Da wichtige Portfoliounternehmen operative Fortschritte vermelden und für 2026 ein kräftiges Wachstum anstreben, erscheinen die Voraussetzungen für einen Kursaufschwung der DEWB-Aktie vielversprechend: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 19.02.26 um 12:34 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.438 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 14.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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