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QIX Dividenden Europa: Nestlé kündigt für 2025 neue Markeninitiativen und mehr Wachstum an und Novonesis übernimmt Portfoliobereiche von DSM-Firmenich

17.02.25 15:38 Uhr

QIX Dividenden Europa: Nestlé kündigt für 2025 neue Markeninitiativen und mehr Wachstum an und Novonesis übernimmt Portfoliobereiche von DSM-Firmenich | finanzen.net

Angesichts zuletzt starker Unternehmenszahlen und der weiterhin aktienfreundlichen EZB-Zinspolitik liegt der QIX Dividenden Europa Index am Montag leicht im Plus bei 15.245 Punkten.

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Nestlé will mit Investitionen in Markenwerbung sowie einer beschleunigten Digitalisierung und Einsparungen beim Einkauf ab 2025 wieder zurück auf den Wachstumspfad. Enzymhersteller Novonesis übernimmt nach Auflösung der "Feed Enzyme Alliance" vom Chemiekonzern DSM-Firmenich deren Verkaufs- und Vertriebsaktivitäten für 1,5 Mrd. Euro.

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Starke Kursgewinne von gut 6,0 % verzeichnete bereits am Donnerstag im Dividenden-Index die Aktie von Nestlé, die heute aber kaum verändert bei 87,15 Euro steht. Dabei wurden die Papiere des Lebensmittelproduzenten von neuen Investitions- und Effizienzinitiativen beflügelt, die schon für 2025 eine Gewinnverbesserung bringen sollen. Schließlich will Nestlé diesbezüglich dank höherer Investitionen in Markenwerbung sowie der beschleunigten Digitalisierung und Einsparungen beim Einkauf operativ wieder Fahrt aufnehmen. Wie das Management am Donnerstag verkündete, gingen zwar im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn zurück, aber weniger stark als befürchtet. Zuletzt hatte der Produzent von Marken wie Kitkat und Nespresso jedenfalls unter einer schwachen Nachfrage gelitten. Vor allem in der 1. Jahreshälfte hatten Nestle`s erneute Preiserhöhungen Kunden von Käufen abgehalten. Folglich mussten der Nahrungsmittelherstellers Mitte Oktober ein weiteres Mal seine Ziele für 2024 zusammenstreichen. Zudem wurde Ende des Jahres auf einem Kapitalmarkttag angekündigt, das Wassergeschäft mit den Premium-Marken Vittel und Contrex künftig als eigenständigen Bereich führen zu wollen. Der Vorstand hat bei Nestlé außerdem bis Ende 2027 Einsparungen von rund 2,5 Mrd. CHF geplant, um höhere Investitionen ins Marketing finanzieren zu können. Vor allem im Einkauf sieht der Manager einen großen Hebel, da der Getränke- und Kaffeeproduzent für die Beschaffung rund 60,0 Mrd. CHF ausgibt.

Nestlé hat zudem einige interessante Wachstumsfelder wie das Gewichtsmanagement und Frauengesundheit ausgemacht. Zwar fielen die 2024er-Erlöse der Schweizer im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % auf 91,4 Mrd. CHF (96,5 Mrd. Euro). Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen wuchs der Lebensmittelanbieter aber um 2,2 %. Dennoch soll die Dividende leicht auf 3,05 CHF erhöht werden. Nestlé will aber in 2025 wieder eine Verbesserung des organischen Umsatzwachstums erzielen. Mittelfristig sollen die Zuwächse dann wieder bei etwas über 4,0 % liegen. Dabei soll sich das Unternehmen künftig auch noch stärker auf Innovationen fokussieren und die digitale Transformation unter anderem mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigen. Zum 1. Januar wurde derweil das Geschäft mit Wasserprodukten und Premiumgetränken von Nestlé zu einem eigenständigen globalen Bereich zusammengeführt, was zur operativen Leistungssteigerung beitragen soll. Aktuell bietet die Aktie auch noch immer 3,8 % an Dividendenrendite.

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Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Tendenziell seitwärts bewegt sich dagegen seit einigen Monaten im Dividenden-Index die Aktie von Novonesis, die am Montag ebenfalls kaum verändert bei 54,75 Euro steht. Zwar

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hatte sich der Enzym- und Bakterienhersteller schon in 2023 mit dem dänischen Konkurrenten Chr. Hansen zusammengetan, um einen "Biosolutions"-Anbieter mit breitem und innovativem Produktspektrum rund um das bestehende Enzym- und Biokraftstoffgeschäft zu schaffen. Der Expansionsdrang von Novonesis ist damit aber nicht beendet worden. Vor gut einer Woche teilte die Gruppe jedenfalls mit, eine Vereinbarung mit dem Chemieunternehmen DSM-Firmenich getroffen zu haben, bei der die gemeinsame "Feed Enzyme Alliance" aufgelöst und deren Verkaufs- und Vertriebsaktivitäten für insgesamt 1,5 Mrd. Euro übernommen werden. Laut Novonesis wurde dies nach mehr als 25 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit nur durch eine strategische Neupositionierung von DSM-Firmenich möglich. Zudem steht die Akquisition im Einklang mit der Wachstumsstrategie des Enzym- und Bakterienspezialisten, und erweitert die Präsenz des Unternehmens insbesondere in der "Animal Biosolutions"-Sparte. In finanzieller Hinsicht erwartet die Novonesis-Gruppe durch diese Transaktion etwas mehr Wachstum und attraktive Umsatzsynergien. Die Dänen wollen künftig die gesamte Wertschöpfungskette der "Feed Enzyme Alliance" integrieren, indem die Verkaufs- und Vertriebsaktivitäten von DSM-Firmenich mit den bestehenden Produktinnovations- und Produktionskapazitäten verbunden werden.

Das vollständig integrierte Unternehmen wird Novonesis zufolge besser in der Lage sein, bestehende Kunden zu bedienen, sowie Forschung und Entwicklung zu optimieren und weitere Innovationen freizusetzen. Für den Gesamtmarkt rund um Animal Biosolutions wird jedenfalls ein künftiges Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert, das in erster Linie durch die steigende Nachfrage nach Proteinen, Landknappheit und Umweltbelange angetrieben wird. Novonesis rechnet dank des Zukaufs in der Animal Biosolutions-Sparte demnach sogar mit Umsatzzuwächsen leicht über dem Marktwachstum und gleichzeitig mit Margensteigerungen. Dabei konzentriert sich die Hälfte des Portfolios bei dem Enzymanbieter vor allem auf Produkte rund um ein gesünderes Leben und verbesserte Lebensmittelqualität. Die andere Hälfte wurde auf die Verringerung von Chemikalieneinsätze und klimaneutralere Praktiken ausgerichtet. Allerdings bietet die Aktie von Novonesis nur gut 2,1 % an Dividendenrendite.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquellen: Traderfox