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Jungheinrich-Aktie von Ausblick belastet: Umsatzplus in 2025 - Andreas Umbach soll neuer AR-Vorsitzende werden

27.03.26 18:15 Uhr

Jungheinrich-Aktie wegen Ausblick tiefer: Umsatzwachstum in 2025 - Andreas Umbach soll zum neuen AR-Vorsitzenden gewählt werden | finanzen.net

Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich hat 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz gesteigert, operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger verdient.

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Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich. So wird der Auftragseingang bei 5,4 bis 6,0 Milliarden Euro gesehen, wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte. Voraussetzung sei, dass sich die geopolitischen Rahmenbedingungen nicht verändern und die Lieferketten stabil bleiben.

Der Umsatz dürfte zwischen 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro liegen und damit im schlechtesten Fall etwas unter dem Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollen im laufenden Jahr 380 bis 450 Millionen Euro operativer Gewinn bleiben, was im Rahmen der Erwartungen von Analysten liegt.

2025 stieg der Auftragseingang um 1,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) lag mit 228 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 434 Millionen Euro. Grund dafür waren Sondereffekte in Höhe von 220 Millionen Euro - unter anderem wegen der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft. Analysten hatten beim Ebit mit etwas mehr gerechnet. Bereinigt um die Einmaleffekte lag das operative Ergebnis bei 448 Millionen Euro.

Unterm Strich sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn auf 103,6 Millionen Euro (Vorjahr 289 Mio). Je Vorzugsaktie will Jungheinrich 0,29 Euro Dividende zahlen und damit 51 Cent weniger als für 2024.

Andreas Umbach soll neuer AR-Vorsitzende werden

Andreas Umbach soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender von Jungheinrich werden. Wie das MDAX-Unternehmen mitteilte, soll der 62-Jährige auf der Hauptversammlung am 19. Mai zunächst als neues Aufsichtsratsmitglied und auf der konstituierenden Aufsichtsratssitzung im Anschluss daran zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt werden. Die Amtszeit der bisherigen Jungheinrich-Aufsichtsratsvorsitzenden Kathrin Dahnke endet mit Ablauf der Hauptversammlung. Kathrin Dahnke hatte den Vorsitz des Aufsichtsrats nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Vorgängers zum 31. Dezember 2025 interimistisch übernommen.

Jungheinrich-Aktien nähern sich Jahrestief - Ausblick enttäuscht

Die Aktien von Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich sind am Freitag nach Geschäftszahlen und Ausblick unter Druck geraten. Letztlich sackten sie um 5,5 Prozent ab auf 26,70 Euro. Damit summieren sich die Kursverluste seit Jahresbeginn auf etwa ein Viertel. Zeitweise notierten sie mit 25,74 Euro sogar auf dem niedrigsten Niveau seit fast einem Jahr. Das Chartbild bleibt damit äußerst trüb.

Bei den Anlegern kamen vor allem die Jahresziele des im MDAX notierten Konzerns nicht gut an, auch wenn sie ein Marktteilnehmer als konservativ wie üblich einstufte. Der Umsatz dürfte im schlechtesten Fall etwas unter dem Vorjahresniveau liegen, maßgeblich wegen des weiterhin schwachen wirtschaftlichen Umfelds. Das operative Ergebnis (Ebit) soll sich aber wieder kräftig erholen, nachdem im Vorjahr unter anderem Sondereffekte wegen der Veräußerung einer russischen Tochtergesellschaft belastet hatten.

Die Zielspanne für das operative Ergebnis liege im Mittelwert zwar etwas über den durchschnittlichen Marktschätzungen, schrieb Philippe Lorrain vom US-Analysehaus Bernstein Research. Die Prognosen für Umsatz und Auftragseingang hätten den Konsens allerdings verfehlt. Dies sei im Kontext der Lage im Nahen Osten zu sehen. Außerdem habe Jungheinrich schon im vergangenen Jahr die Erwartungen beim Auftragseingang nicht erfüllt.

Auch Jefferies-Analyst Lucas Ferhani bezeichnete die Neubestellungen im vierten Quartal als Enttäuschung, sie deuteten damit auf eine anhaltend schwache Entwicklung in Europa hin. Insgesamt habe der Gabelstapler-Hersteller aber ordentlich abgeschnitten und angesichts der geopolitischen Unsicherheiten klinge auch der Ausblick robust. Jungheinrich nannte als Voraussetzung für die neuen Jahresziele, dass sich die geopolitischen Rahmenbedingungen nicht verändern und die Lieferketten stabil bleiben.

Die Aktien von Jungheinrich befinden sich bereits seit den Tagen vor Beginn des Iran-Kriegs auf Abwärtskurs. Nach mehrmaligem erfolglosen Test der Charthürde um 38 Euro hatten sie bis zum Montag fast ein Drittel verloren, bevor sie sich zuletzt etwas fingen. Nach ihrem neuerlichen Rückschlag notieren die Papiere am Freitag aber wieder 30 Prozent unter ihrem Ende Januar erreichten Jahreshoch bei 38,16 Euro.

Nur moderat in Mitleidenschaft gezogen wurden am Freitag die Aktien von KION, die um 0,7 Prozent fielen. Zwischenzeitlich näherten sie sich mit Kursverlusten von bis zu 3,2 Prozent ihrem am Montag erreichten Tief seit vergangenem Juni.

DOW JONES / (dpa-AFX)

Bildquellen: Jungheinrich, Karolis Kavolelis / Shutterstock.com

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Analysen zu Jungheinrich AG

DatumRatingAnalyst
01.04.2026Jungheinrich OutperformBernstein Research
30.03.2026Jungheinrich OverweightBarclays Capital
27.03.2026Jungheinrich OutperformBernstein Research
27.03.2026Jungheinrich BuyJefferies & Company Inc.
16.01.2026Jungheinrich BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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01.04.2026Jungheinrich OutperformBernstein Research
30.03.2026Jungheinrich OverweightBarclays Capital
27.03.2026Jungheinrich OutperformBernstein Research
27.03.2026Jungheinrich BuyJefferies & Company Inc.
16.01.2026Jungheinrich BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
DatumRatingAnalyst
29.11.2024Jungheinrich NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
05.04.2022Jungheinrich HoldHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
01.04.2022Jungheinrich NeutralCitigroup Corp.
17.01.2022Jungheinrich Equal-weightMorgan Stanley
23.12.2021Jungheinrich HoldHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
DatumRatingAnalyst
30.11.2020Jungheinrich VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
22.10.2020Jungheinrich ReduceBaader Bank
11.08.2020Jungheinrich ReduceBaader Bank
03.08.2020Jungheinrich ReduceBaader Bank
23.07.2020Jungheinrich ReduceBaader Bank

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