OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Vereinbarung ...

25.03.26 14:02 Uhr

Vereinbarung schafft Mindestmaß an dringend notwendiger

Planungssicherheit / Brossardt: "Europa zeigt, dass es ein

verlässlicher Partner ist"

München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

appelliert an das Europäische Parlament, die im letzten Jahr zugesagten

Zollsenkungen für US-Importe zu ermöglichen. Die praktische Umsetzung der

Zollvereinbarung vom Sommer 2025 war zuletzt wiederholt auf Eis gelegt worden.

"Mit der Umsetzung machen wir deutlich, dass unsere Handelspartner auf

europäische Zusagen bauen können. Gleichzeitig erwarten wir jetzt von den USA,

dass auch sie sich wieder an die Vereinbarung halten und zudem die Zölle auf

Stahl und Aluminiumprodukte aus Europa senken. Die Zollvereinbarung bringt

unseren Unternehmen ein Mindestmaß an dringend notwendiger Planungssicherheit.

Die unstete US-Handelspolitik hat die bayerische Wirtschaft über viele Monate

hinweg enorm belastet. Die Zölle sollten, wie vereinbart, rasch auf das

vereinbarte Niveau gesenkt werden. Auch bayerische Unternehmen profitieren, wenn

sie ihre in den USA produzierten Produkte zollfrei in die EU einführen können",

so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt im Vorfeld der Abstimmung im

EU-Parlament.

Die vbw begrüßt, dass die EU nun strategisch handelt und klarstellt, dass sich

die USA an die Zollvereinbarung halten müssen, um vergünstigten Zugang zum

europäischen Markt zu erhalten. "Es ist wichtig und richtig, dass die EU die

Zollsenkungen vorantreibt und sich zeitgleich Handlungsmöglichkeiten offenhält.

So kann die EU rasch reagieren, falls die Vereinigten Staaten doch nicht Wort

halten sollte. Zudem muss die EU die Gespräche zu Zöllen auf Stahl und

Aluminiumprodukte fortsetzen. Dies darf aber nicht dazu führen, dass die

bereits vereinbarten Zollsenkungen erst später greifen", sagt Brossardt.

Aus Sicht der vbw muss die EU aus einer Position der Stärke heraus mit den USA

verhandeln. "Das geht nur, wenn Europa Einigkeit bewahrt und mit einer Stimme

spricht. Die EU darf sich nicht erpressen lassen und muss entschlossen

reagieren. Trotzdem dürfen Gegenzölle nur das letzte Mittel sein. Sie

provozieren unweigerlich eine Zollspirale, die nur Verlierer kennt - auf beiden

Seiten. Vor allem muss klar sein: Die Eskalation von Handelskonflikten muss

vermieden werden. Ein Handelskrieg schadet allen. Mit der Zustimmung des

Parlaments setzt die EU ein wichtiges Signal, dass sie ihre Interessen im

globalen Handel selbstbewusst und konsequent durchsetzen kann", ergänzt

Brossardt.

Pressekontakt:

Lena Grümann, Tel. +49 (0) 89-551 78-391, E-Mail:

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