OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Netzanschlüsse sind ...

25.03.26 10:56 Uhr

Netzanschlüsse sind zentrale strategische Frage für

Wettbewerbsfähigkeit / Brossardt: "Netzausbau muss beschleunigt

werden"

München (ots) - Netzanschlüsse entwickeln sich zunehmend von einer

technisch-administrativen Randfrage zu einem zentralen Standort- und

Wettbewerbsfaktor. Dies ist ein Ergebnis der Studie "Netzanschlüsse als

Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit und Kilmaschutz", die die vbw -

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bei der Forschungsgesellschaft für

Energiewirtschaft (FfE) in Auftrag gegeben hat. Der Hintergrund: Neue

Technologien wie Großbatteriespeicher, Elektrolyseure und Rechenzentren

transformieren das deutsche Energiesystem. Der Bedarf an elektrischer

Anschlussleistung steigt, erneuerbare Energien drängen ins Netz und die

Elektrifizierung von Industrie, Logistik und Wärmeversorgung schreitet voran.

Diese gleichzeitige Dynamik führt zu einer wachsenden Konkurrenz um

Netzanschlüsse. "Es entstehen Engpässe sowohl durch begrenzte Netzkapazitäten

als auch durch Bearbeitungsstaus und überbordende Bürokratie in den Prozessen.

Verzögerungen, Intransparenz und Engpässe im Netzanschluss wirken sich

unmittelbar auf Investitionsentscheidungen, betriebliche Abläufe und den

Hochlauf klimaneutraler Technologien aus", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer

Bertram Brossardt.

Die Studie zeigt, dass der Umgang mit Netzanschlüssen nicht isoliert nach

einzelnen Technologien betrachtet werden kann. Im Fokus stehen die fünf

zentralen Nutzergruppen - Industrie, Logistik, Rechenzentren,

Großbatteriespeicher und Elektrolyseure -, deren Anschlussbedarfe sich zeitlich

und räumlich zunehmend überlagern. "Nur wenn knappe Netzkapazitäten effizient

genutzt, Verfahren beschleunigt und Interessen frühzeitig koordiniert werden,

können die Grundlagen für eine erfolgreiche Transformation und

Wettbewerbsfähigkeit gelegt werden. Wir brauchen eine weitere Beschleunigung des

Netzausbaus und effizientere Anschlussverfahren. Gleichzeitig müssen

Anschlussbegehren transparenter koordiniert und priorisiert werden, damit knappe

Kapazitäten dort ankommen, wo sie wirtschaftlich und systemisch am dringendsten

benötigt werden", so Brossardt.

Hier setzen von der FfE wissenschaftlich begleitete Kooperationsforen an, in

denen Unternehmen, Netzbetreiber und Energieversorger gemeinsam praxistaugliche

Lösungen erarbeiten. " Industrielle und digitale Transformation,

Dekarbonisierung und Energiewende müssen parallel vorangetrieben werden können,

um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Die Kooperationsforen

können einen wichtigen Input für die vom Bundeswirtschaftsministerium zu Recht

angestoßenen Anpassungen beim Netzzugang liefern", sagt Brossardt abschließend.

Die vollständige Studie finden Sie hier (https://www.vbw-bayern.de/vbw/Themen-un

d-Services/Energie-Klima/Energie/Netzanschluesse-als-Schluesselfaktor-fuer-Wettb

ewerbsfaehigkeit-und-Klimaschutz.jsp).

Pressekontakt:

Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203,

mailto:charlotte.offermann@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6243038

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