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26.03.26 07:16 Uhr

Die Lieferkette denkt mit - eine BearingPoint-Studie zeigt, wie

erfolgreiche Unternehmen auf Zölle und geopolitische Spannungen

reagieren (FOTO)

Frankfurt am Main (ots) - Eine weltweite Befragung von Entscheider*innen im

Supply-Chain-Topmanagement zeigt einen klaren Wandel hin zu autonomen,

intelligenten Lieferketten. Dieses neue, vollständig datengetriebene Modell

stützt sich auf KI, Regionalisierung und Kreislaufwirtschaft, um hochgradig

anpassungsfähig zu sein und sich selbst zu steuern.

Zentrale Ergebnisse:

- 48 Prozent der Unternehmen treiben die Regionalisierung oder Lokalisierung

ihrer Lieferketten voran. Hohe Produktionskosten und Lücken bei Lieferanten

bremsen jedoch weiterhin diese Entwicklung.

- Bis 2030 wird ein Wachstumsanstieg im Handel vor allem in Indien, Mexiko und

den ASEAN-Staaten erwartet, während China aufgrund von Entkopplungs- und

Diversifizierungsbestrebungen relativ an Dynamik verlieren dürfte.

- 69 Prozent nennen Cloud-Plattformen unter ihren Top-3-Investitionen und damit

als den wichtigsten Hebel für die Transformation der Lieferkette.

- Nur 8 Prozent der Unternehmen haben KI-gestützte Planung und Orchestrierung

vollständig in ihre Supply-Chain-Prozesse integriert.

- 44 Prozent der Führungskräfte betrachten Zirkularität (Kreislaufwirtschaft)

inzwischen als strategischen Wachstumstreiber und nicht mehr nur als eine

Frage der Compliance.

Die Management- und Technologieberatung BearingPoint hat einen neuen globalen

Thought-Leadership-Report veröffentlicht: "Autonome, intelligente Lieferketten:

Der neue Wettbewerbsvorteil im Zeitalter der Disruptionen". Basierend auf einer

Befragung von 620 Führungskräften auf C-Level-Ebene aus Europa, den USA und

China zeigt die Studie einen deutlichen Wandel weg von rein effizienzgetriebenen

Modellen hin zu neuen Ansätzen, da ständige Störungen die Supply-Chain-Strategie

grundlegend verändern.

Anstatt sich nur auf gelegentliche Krisen vorzubereiten, entwickeln Unternehmen

inzwischen Lieferketten, die sich dynamisch und in Echtzeit neu konfigurieren

können. Die Befragten zeigen einen klaren Kurswechsel hin zu mehr

Anpassungsfähigkeit, getrieben durch die Notwendigkeit, Reaktionsfähigkeit zu

erhöhen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und unterschiedlichen

regulatorischen sowie nachhaltigkeitsbezogenen Anforderungen in verschiedenen

Regionen gerecht zu werden.

"Disruption ist nicht mehr eine Reihe einzelner Schocks, sondern sie ist zu

einem dauerhaften Bestandteil des Geschäfts geworden", sagt Christian Opitz,

Partner bei BearingPoint. "Unsere Forschung zeigt, dass Marktführer nicht mehr

fragen, wie sie sich vor Disruption schützen können, sondern wie sie sich

schneller anpassen können, als sie entsteht. Intelligenz in der Lieferkette ist

zur neuen Währung des Wettbewerbs geworden."

Regionalisierung gewinnt an Momentum

Fast die Hälfte der Unternehmen treibt die Regionalisierung oder Lokalisierung

ihrer Lieferketten voran und schafft damit die physische Grundlage für

selbstregulierende Netzwerke. Hohe Kosten, Lücken im Lieferantennetzwerk und

komplexe regulatorische Anforderungen stellen jedoch die größten Hürden für eine

Skalierung dar. Viele Organisationen kämpfen mit den finanziellen Auswirkungen

einer Neuordnung ihrer Lieferantenstrukturen, dem Aufbau von

Nearshore-Kapazitäten und der Erfüllung sich wandelnder lokaler

Compliance-Vorgaben.

Resilienz wird durch Diversifizierung neu definiert

Bis 2030 wird erwartet, dass das Handelswachstum stärker in Richtung

aufstrebende Märkte verlagert wird, während China aufgrund von Entkopplungs- und

Diversifizierungsdruck ein langsameres Wachstum erleben dürfte. Führungskräfte

betrachten Diversifizierung zunehmend als strategische Fähigkeit, nicht mehr nur

als Notfallmaßnahme. Chinesische Unternehmen, ebenso wie andere globale Player,

expandieren verstärkt in BRICS- und ASEAN-Märkte und bauen gleichzeitig

Produktionskapazitäten in Europa auf, um Zollrisiken und geopolitische

Spannungen zu reduzieren. Diese Entwicklungen zeigen eine umfassende Neuordnung

globaler Liefernetzwerke, die auf Resilienz, regionaler Balance und

Wachstumspotenzial basiert. Sie beschleunigen den Übergang von einer globalen

Effizienzlogik hin zu autonomen und intelligenten regionalen Ökosystemen, die

sich besonders schnell und flexibel an Veränderungen anpassen können.

Unternehmen investieren in das digitale Rückgrat für Autonomie und Intelligenz

69 Prozent der Führungskräfte zählen Cloud-Plattformen zu ihren drei wichtigsten

Investitionsfeldern. Dahinter folgen 50 Prozent, die künstliche Intelligenz

priorisieren, sowie 46 Prozent, die sich auf Cybersicherheit und die

Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur konzentrieren, um Intelligenz entlang der

gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Allerdings verfügen ein Viertel der

Unternehmen weiterhin nicht über intelligente Beschaffungs- und

Orchestrierungswerkzeuge, um Daten tatsächlich in Echtzeitentscheidungen zu

übersetzen.

Echte End-to-End-Autonomie bleibt selten

Obwohl 90 Prozent der Führungskräfte davon ausgehen, dass künstliche Intelligenz

Lieferketten bis 2030 grundlegend verändern wird, haben bislang nur 8 Prozent

der Unternehmen KI-gestützte Planung und Orchestrierung vollständig integriert.

Next-Generation-ERP-Plattformen und prädiktive Analysen entwickeln sich dabei zu

den zentralen Enablern, um eine durchgängige End-to-End-Orchestrierung Realität

werden zu lassen.

Zirkularität entwickelt sich von einer Compliance-Pflicht zu einem strategischen

Differenzierungsmerkmal

Zirkuläre Lieferkettenmodelle gewinnen an Bedeutung: 44 Prozent der Befragten

sehen Zirkularität inzwischen als Wachstumstreiber, nicht länger nur als

regulatorische Verpflichtung. Unternehmen prüfen zunehmend

Reverse-Logistics-Konzepte, Product-as-a-Service-Modelle und Strategien zur

Rückgewinnung von Materialien, um Abfall zu reduzieren, neue Umsatzquellen zu

erschließen und ihre Markenpositionierung zu stärken.

"Künstliche Intelligenz wird zur nächsten Grenze für Autonomie und Intelligenz.

Obwohl bislang nur wenige Unternehmen eine vollständige Selbstorchestrierung

erreicht haben, zeigt der schnelle Aufstieg von Cloud-Technologien, KI und

regionalisierten Netzwerken, dass die Bausteine für autonome, intelligente

Lieferketten bereits in Bewegung sind", erläutert Dr. Stefan Penthin, Globaler

Leiter Operations bei BearingPoint.

Fünf Führungsimperative für den Aufbau der autonomen, intelligenten Lieferkette

Der Bericht identifiziert fünf zentrale Handlungsfelder für Unternehmen, die

sich einen Vorsprung durch autonome intelligente Lieferketten sichern wollen:

1. Netzwerke neu ausrichten, um Resilienz und regionale Agilität zu stärken

2. Prozesse standardisieren und Datenqualität erhöhen

3. KI skalieren, um prädiktive und autonome Entscheidungen zu ermöglichen

4. Intelligente Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

verankern

5. Mensch-KI-Zusammenarbeit fördern und eine adaptive Führungskultur entwickeln

Dr. Stefan Penthin resümiert: "Die Gewinner des nächsten Jahrzehnts werden

diejenigen sein, die Autonomie und Intelligenz zum Kern ihrer

Supply-Chain-Strategie machen. Erfolg wird von Führungsteams abhängen, die

kontinuierliche Transformation annehmen, in intelligente Fähigkeiten investieren

und Ökosysteme orchestrieren, die sich parallel zu den Marktanforderungen

weiterentwickeln können."

Über die Studie

"Autonome, intelligente Lieferketten: Der neue Wettbewerbsvorteil im Zeitalter

der Disruptionen" basiert auf einer globalen Befragung von 620 Entscheidern im

Supply-Chain-Management auf C-Level, die von BearingPoint im August 2025

durchgeführt wurde. Die Teilnehmenden stammen aus Unternehmen mit einem Umsatz

von mindestens 500 Millionen Euro und repräsentieren Branchen wie Automotive und

industrielle Fertigung, Konsumgüter und Einzelhandel, Life Sciences, Transport

und Logistik, Energie und Versorgungswirtschaft sowie Luft- und Raumfahrt und

Verteidigung.

Laden Sie die vollständige Studie herunter: https://ots.de/1NfeTE

Über BearingPoint

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fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,

Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten

dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte

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