MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

30.03.26 07:29 Uhr

Der Goldpreis machte die starken Vortagesverluste fast vollständig wieder wett, ungeachtet des höheren Dollar und der steigenden Marktzinsen, die in der Regel eher belasten. Möglicherweise sei das Edelmetall als sicherer Hafen wieder entdeckt worden so Beobachter. Die Feinunze verteuerte sich um 130 Dollar auf 4.510 Dollar.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,33 +1,7 1,69 99,64

Brent/ICE 115,06 +2,2 2,49 112,57

Angesichts der weiter weitgehend geschlossenen Seestraße von Hormus kamen von den Ölpreisen keinerlei Entspannungssignale, im Gegenteil: Der Brent-Ölpreis verteuerte sich zum Vortag um 4,8 Prozent auf über 113 Dollar und näherte sich wieder dem Hoch seit Ausbruch des Krieges bei 120 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

GELDPOLITIK EZB

Die EZB sollte nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel auf den Krieg im Nahen Osten nicht überstürzt reagieren. Schnabel zufolge wird die EZB nach Anzeichen dafür suchen, dass der Anstieg der Energiepreise die Preise für andere Waren und Dienstleistungen in die Höhe treibt und zu einem Anstieg der Lohnforderungen führt.

IRAN-KRIEG

Die USA können ihre Ziele im Iran laut Außenminister Marco Rubio "ohne jegliche Bodentruppen" erreichen. Das gelte trotz der Tatsache, dass das Pentagon die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten prüfe. Die Verlegung solle "dem Präsidenten maximale Optionalität und maximale Möglichkeiten geben, sich an unvorhergesehene Ereignisse anzupassen".

Der Iran hat damit gedroht, mit den USA verbundene Universitäten in benachbarten Ländern des Nahen Ostens anzugreifen. In einer Erklärung im Iran warnte die Islamische Revolutionsgarde alle Angestellten, Professoren und Studenten amerikanischer Universitäten in der Region. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer von den Bildungseinrichtungen fernhalten. Die Garde teilte mit, die Schulen seien legitime Ziele. Sie warf den USA und Israel vor, die Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran angegriffen zu haben. Zahlreiche amerikanische Universitäten haben sich in der Region niedergelassen. Sie werden oft von der starken finanziellen Unterstützung der Gastregierungen angezogen.

NAHER OSTEN / UKRAINE

Die Ukraine hat ein zehnjähriges Kooperationsabkommen mit Saudi-Arabien und Katar geschlossen. Ein weiteres Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sei in Arbeit, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten während seiner Reise durch den Nahen Osten. Die Vereinbarungen werden sich auf die Waffenproduktion und den Erfahrungsaustausch konzentrieren.

GELDPOLITIK USA

Fed-Direktorin Anna Paulson hat in einer Fragerunde im Anschluss an eine Rede gesagt, der Krieg im Iran erhöhe das Risiko sowohl für die Inflation als auch für das Wachstum. Was das für die Geldpolitik bedeute, hänge stark von der Dauer des Krieges ab.

CECONOMY

Die Übernahme durch die chinesische JD.com ist noch nicht in trockenen Tüchern, weil noch unklar ist, ob bzw. wann die investitionskontrollrechtliche Freigabe in Österreich erteilt wird.

RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL

übernimmt das Geschäft der spanischen BBVA in Rumänien. Die österreichische Finanzgruppe zahlt 591 Millionen Euro für den Erwerb der Garanti BBVA Group Romania, die in dem südosteuropäischen Land als Garanti Bank auftritt und der auch das Leasingunternehmen Motoractive IFN gehört, wie es in der Mitteilung des Institutes heißt.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

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March 30, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)