Masterflex: Umsatzverdopplung im Visier

20.03.26 10:10 Uhr

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Masterflex hat 2025 trotz der schwachen Industriekonjunktur Umsatz und Ergebnis gesteigert und erneut Rekordwerte erzielt. Das wachsende Medizintechnikgeschäft und neue Wachstumsinitiativen könnten dem Unternehmen nun zusätzlichen Rückenwind geben.

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Technologische Exzellenz, steigende Margen, eine außergewöhnlich solide Bilanz und überzeugende Wachstumsperspektiven – es gibt derzeit mehrere gute Gründe, warum sich Investoren mit der Masterflex SE beschäftigen sollten. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es selbst in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld profitabel wachsen kann. Gleichzeitig ist die Aktie trotz der starken Kursentwicklung weiterhin moderat bewertet.

Die Masterflex SE entwickelt und produziert spezialisierte Hightech-Schlauch- und Verbindungssysteme für anspruchsvolle industrielle Anwendungen. Diese kommen unter anderem in der Luftfahrt, in der Medizintechnik, im Maschinenbau oder in verschiedenen industriellen Produktionsprozessen zum Einsatz. Gerade diese Fokussierung auf technisch anspruchsvolle Nischenmärkte macht das Unternehmen für Investoren interessant. Masterflex verfügt über hohe Material- und Anwendungskompetenz, langjährige Kundenbeziehungen und kann sich so in vielen Bereichen als Technologieführer positionieren.

Starkes Ergebnis trotz Gegenwind
Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass sich das Unternehmen auch 2025 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut entwickelt hat. Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Umsatz um 4,6 Prozent auf 102,6 Mio. Euro, während das operative EBIT um 9,8 Prozent auf rund 14,0 Mio. Euro zulegte. Damit wurde die Prognose im oberen Bereich der Zielspanne erfüllt. Die operative EBIT-Marge verbesserte sich gleichzeitig auf 13,6 Prozent. Damit setzte Masterflex den seit mehreren Jahren anhaltenden Aufwärtstrend bei der Profitabilität fort. Noch zu Beginn des Jahrzehnts hatte die Marge unter 5 Prozent gelegen.

Solide Bilanz und klare Wachstumstreiber
Die starke Profitabilität spiegelt sich auch in der Bilanz wider. So lag die Eigenkapitalquote Ende 2025 bei 73,3 Prozent, während die seit Jahren sinkende Nettoverschuldung auf nur noch 2,7 Mio. Euro reduziert wurde. Bei planmäßigem Verlauf dürfte Masterflex daher das laufende Jahr mit einer spürbaren Nettoliquidität abschließen.

Diversifikation zahlt sich aus
Ein wichtiger Erfolgsfaktor von Masterflex ist die breite Aufstellung, die es ermöglicht, Schwächen in einzelnen Branchen oder Regionen durch Dynamik in anderen Zielmärkten auszugleichen. Während die konjunkturelle Schwäche zuletzt insbesondere in Deutschland spürbar war, entwickelten sich andere Bereiche deutlich dynamischer. Vor allem das US-Geschäft sowie die Medizintechnik zeigten eine starke Nachfrage. Der Anteil der margenstarken Medizintechnik am Konzernumsatz erhöhte sich dadurch von 18 auf 21 Prozent.

Ehrgeizige Wachstumsziele
Während die letzten Jahre vor allem im Zeichen der Stärkung der Profitabilität standen, will Masterflex nun auch wieder dynamischer wachsen und den Umsatz bis 2030 auf 200 Mio. Euro verdoppeln. Dazu sollen auch Akquisitionen beitragen, doch auch organisch werden starke Zuwächse angestrebt. Zwei wichtige Initiativen befinden sich bereits in der Umsetzung. Dazu zählt der neue Standort in Marokko, mit dem Masterflex seine Kapazitäten im Luftfahrtzuliefergeschäft deutlich ausbauen will. Darüber hinaus soll ab dem Herbst ein großer Engineering- und Rahmenvertrag zur Auslieferung kommen, der ab 2027 zusätzliche Erlöse von rund fünf Mio. Euro pro Jahr generieren soll.

Aktie weiterhin günstig
Die Masterflex-Aktie hat 2025 rund 50 Prozent zugelegt. Seit Anfang Dezember bewegt sie sich jedoch stabil in einer engen Spanne zwischen 13,5 und 14,0 Euro. Ausschläge über oder unter diesen Korridor werden bislang schnell wieder korrigiert. Angesichts der zuletzt turbulenten Weltlage und der starken Marktschwankungen – von der KI-Panik an den Technologiebörsen bis zum Ausbruch neuer geopolitischer Konflikte – ist diese Stabilität bemerkenswert. Die relative Stärke könnte daher als Vorbote einer deutlicheren Aufwärtsbewegung gewertet werden, sobald sich die Lage an den Märkten wieder beruhigt.

Dies umso mehr, als die Aktie weiterhin günstig ist. Nach Einschätzung der Analysten liegt das Verhältnis von Enterprise Value und dem diesjährigen EBIT knapp über bzw. unter 9. Die Kursziele liegen entsprechend mit 19,10 bzw. 21,0 Euro deutlich oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Als Risiko ist sicherlich ein langanhaltender oder gar noch weiter eskalierender Konflikt in der Golfregion zu beachten. Denn hieraus könnten sich neue Konjunktur- und Inflationsrisiken ergeben, mit denen auch Masterflex zunächst noch fertig werden müsste.

Fazit
Masterflex zeigt einmal mehr, dass das Unternehmen mit der richtigen Aufstellung auch in einem schwierigen Umfeld erfolgreich wachsen kann. Mit einer starken Bilanz, steigender Profitabilität und mehreren konkreten Wachstumstreibern bleibt die günstige Aktie ein interessanter Nebenwert, der bei einer konjunkturellen Erholung oder einer Beruhigung der geopolitischen Lage zusätzlichen Rückenwind erhalten könnte.

Einen Blick wert ist auch die Matador Secondary Private Equity AG, die jüngst Zahlen für 2025 und einen Ausblick auf 2026 vorgelegt hat. Denn beides zeigt eine robuste Ertragsstärke, die sich im Kurs noch nicht widerspiegelt: zum Artikel

Auch bei Daldrup & Söhne stimmt die Richtung. Das Unternehmen verspürt starken Rückenwind vom Markt und konnte im letzten Jahr mit einem hohen Auftragseingang und einer sehr starken Aktienperformance überzeugen. Derzeit konsolidiert die Aktie etwas, was sich im Nachhinein aber als Einstiegschance erweisen könnte. Denn an den guten Aussichten hat sich nichts geändert: zum Artikel

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Erstellung am 20.03.26 um 10:09 Uhr.

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