KWS Saat: Da könnte noch mehr gehen
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Aktie von KWS hat seit Beginn des Kriegs in Nahost leicht zugelegt. Mit Blick auf die Öl- und Agrarrohstoffpreise drängen sich aber Fragen auf.
Werte in diesem Artikel
Vielleicht kam die Reduktion der Umsatzprognose bei KWS ein bisschen zu früh. Vor dem Hintergrund niedriger Preise für Agrarrohstoffe hatte der Saatguthersteller bei Vorlage der Halbjahreszahlen Mitte Februar das Umsatzziel revidiert und Erlöse auf Vorjahresniveau angekündigt. Zwar soll die EBITDA-Marge unverändert bei 19 bis 21 Prozent liegen, für das EBITDA bedeutet dies dann aber auch geringere Werte als zuvor erwartet.
Karten neu gemischt
Seit Mitte Februar ist geopolitisch jedoch viel passiert. In Nahost tobt ein Krieg und hat die Preise für Rohöl kräftig nach oben getrieben. Zusammen mit dem Ölpreis haben aber auch viele Agrarrohstoffe wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Weizen stieg beispielsweise Anfang März um über 10 Prozent. Die enge Verknüpfung der Energie- und Agrarmärkte hat mehrere Gründe: Durch den Ölpreisanstieg verteuern sich die Produktions- und Transportkosten, was sich dementsprechend in den Agrarpreisen auswirkt. Zudem wird bei hohen Ölpreisen die Herstellung von Biokraftstoffen rentabler.
Öl, Weizen, Saatgut
Preisanstiege bei Agrarrohstoffen wirken sich aber auch auf das Saatgut aus. In den USA haben Farmer den Preisanstieg genutzt, um Ernten auf Termin zu verkaufen, die noch nicht einmal ausgesät sind. Je nachdem, wie lange sich Agrar- und Ölpreise auf einem deutlich erhöhten Niveau bewegen, könnte sich dies bei KWS im zweiten Geschäftshalbjahr, das vom 1. Januar bis 30. Juni läuft, durchaus positiv niederschlagen.
Fazit
Möglicherweise hat sich das Bild bei KWS durch die Preiszuwächse bei Agrarrohstoffen wieder gewandelt. Wenn am 12. Mai die Q3-Zahlen auf der Agenda stehen, dürfte es erste Hinweise darauf geben, ob sich die Preisentwicklung bereits bei Umsatz und Ertrag ausgewirkt hat. Interessant wird dann auch, wie das Management die weitere Entwicklung einschätzt. Bislang ist eine fundamentale Verbesserung aber nur eine Spekulation. Technisch könnte die Aktie bei einem Ausbruch über 66 Euro wieder den Bereich um 70 Euro ansteuern und dann vielleicht sogar wieder zum alten Aufwärtstrend zurückkehren.
Ebenfalls zu den Profiteuren der aktuellen Marktschwäche könnte NAGA gehören und damit eine spannende Spekulationschance bieten. Denn die deutlich erhöhte Volatiliät an den Börsen dürfte wie ein Turbo auf die operativen Zahlen im Brokerage-Geschäft wirken . Und das lässt auf starke Q1-Zahlen hoffen : zum Artikel
Strategisch dürfte der Krieg vielen in Europa noch einmal die Bedeutung von Erneuerbaren Energien vor Augen geführt haben. Ein Grund, warum die clearvise-Aktie die Abwärtsbewegung der Märkte nicht mehr mitgemacht hat?: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.143 Prozent oder 13,9 Prozent p.a. (Stand: 21.03.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 23.03.26 um 17:59 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel