Kryptos als "sicherer Hafen"

Starinvestorin Cathie Wood mit harscher Kritik an US-Behörden: Bankenkrise lauerte "für alle sichtbar"

20.03.23 23:35 Uhr

Starinvestorin Cathie Wood mit harscher Kritik an US-Behörden: Bankenkrise lauerte "für alle sichtbar" | finanzen.net

Derzeit sind die Auswirkungen den Bankenkrise, die in den letzten Wochen ihren Lauf nahm, international deutlich spürbar. ARK Invest-Gründerin Cathie Wood geht mit der Fed hart ins Gericht. Diese hätte die Krise im traditionellen Bankensektor früher erkennen müssen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

3,10 EUR -0,05 EUR -1,62%

0,35 USD 0,00 USD 0,00%

0,23 EUR -0,09 EUR -27,86%

Devisen

73.769,6599 CHF -521,1484 CHF -0,70%

77.013,4447 EUR -544,0643 EUR -0,70%

64.698,8886 GBP -457,0676 GBP -0,70%

12.551.250,5308 JPY -88.668,7644 JPY -0,70%

83.755,9676 USD -591,6971 USD -0,70%

1.663,6279 CHF -6,3789 CHF -0,38%

1.736,7806 EUR -6,6594 EUR -0,38%

1.459,0670 GBP -5,5946 GBP -0,38%

283.051,4607 JPY -1.085,3205 JPY -0,38%

1.888,8356 USD -7,2425 USD -0,38%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,71%

0,0006 ETH 0,0000 ETH 0,38%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,74%

0,0006 ETH 0,0000 ETH 0,38%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,69%

0,0007 ETH 0,0000 ETH 0,38%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,41%

0,0000 ETH 0,0000 ETH 0,37%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,67%

0,0005 ETH 0,0000 ETH 0,38%

• Bankenkrise erschüttert internationale Märkte
• Cathie Wood übt Kritik an US-Behörden
• Krypto-Sektor als "sicherer Hafen" in der Krise

Wer­bung

Die Bankenkrise, die mit der freiwilligen Abwicklung vom US-Finanzdienstleister Silvergate Capital Anfang März ihren Lauf nahm, zieht noch immer weite Kreise. So geriet schon kurze Zeit später nach der Silvergate-Pleite mit SVB Financial Group, ein Tech-Startup-Finanzierer zu dem auch die Silicon Valley Bank gehört, das nächste Finanz-Unternehmen in Schieflage. Mit der Signature Bank folgte kurz darauf der nächste Pleite-Kandidat.

Als ursächlich für die Krise gelten die schwierigen Bedingungen am Geldmarkt aufgrund der deutlich gestiegenen Leitzinsen, die von Banken mit höheren Zinsen an ihre Kunden weitergegeben werden. Hier ist es insbesondere für Tech-Unternehmen, die zu einem großen Teil von Fremdkapital abhängen, schwierig flüssig zu bleiben. Dies wurde den betroffenen Banken schließlich zum Verhängnis, die aufgrund der Schwierigkeiten ihre Liquidität zu sichern Panik unter Einlegern verursachten, die ihr Geld scharenweise abzogen - was die Probleme noch zusätzlich verschärfte.

Wer­bung

US-Behörden greifen ein

Um wieder für Stabilität im Finanzsektor zu sorgen, sahen sich schließlich die US-Regierung, die US-Notenbank Fed sowie die US-Einlagensicherung FDIC dazu zu veranlasst, in einer gemeinsamen Erklärung dafür zu garantieren, dass die Einlagen bei der Silicon Valley Bank sowie der New Yorker Signature Bank sicher seien und auch über einen Wert von 250.000 US-Dollar hinaus garantiert würden. Darüber hinaus lancierte die Notenbank ein neues Kreditprogramm, das Banken dabei helfen soll, den Verkauf von Sicherheitsanlagen zur Anhebung der Liquidität zu vermeiden.

Cathie Wood kritisiert US-Behörden

Tech- und Krypto-Verfechterin Cathie Wood ist mit der US-Notenbank Fed auf Twitter bezüglich der Bankenkrise hart ins Gericht gegangen. Dabei stört sich die ARK Invest-Gründerin insbesondere daran, dass die US-Regulatoren in der Vergangenheit stets auf den Krypto-Sektor als Gefahr für das traditionelle Bankenwesen verwiesen haben. Stattdessen hätten sich die Behörden jedoch "auf die zentralisierten und undurchsichtigen Ausfallpunkte, die im traditionellen Bankensektor lauern, konzentrieren sollen".

Wer­bung

Dabei betont die Starinvestorin, dass die Krise "für alle sichtbar" gelauert hätte: "Ungleichgewichte bei der Laufzeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, da die kurzfristigen Zinsen in weniger als einem Jahr um das 19-fache stiegen und die Einlagen im Bankensystem im Jahresvergleich erstmals seit den 1920er Jahren zurückgingen!" Dies hätte das Problem sein sollen, dessen sich die Behörden annehmen.

Krypto-Sektor zeigt sich stark in Bankenkrise

Außerdem stellte Wood heraus, dass sich entgegen der Erwartungen der US-Behörden der Krypto-Sektor von der Bankenkrise unbeeindruckt zeigte, während die traditionellen Märkte mit großer Volatilität reagiert hätten: "Während das US-Bankensystem als Reaktion auf Bank Runs, die regionale Banken bedrohten, blockierte, zuckten Bitcoin, Ethereum und andere Krypto-Netzwerke nicht mit der Wimper. Im krassen Gegensatz zur Rhetorik der Regulierungsbehörden bedrohte die Instabilität im Bankensystem Stablecoins und das Anziehen von DeFi." Darüber hinaus hätten Krypto-Assets zusammen mit Gold als "sichere Häfen" fungiert.

Tatsächlich war der Bitcoin, der noch am 10. März unter die Marke von 20.000 US-Dollar gefallen war, im Zuge der Bankenkrise auf über 26.000 US-Dollar gestiegen. Der an den US-Dollar gebundene und von Circle besicherte Stablecoin USDC hatte hingegen zeitweise die Kopplung verloren und war bis auf 90 Cent gefallen, nachdem Circle bekannt gegeben hatte, dass Assets im Wert von rund 3,3 Milliarden US-Dollar bei der SVB lägen. Schon kurz darauf konnte die Parität jedoch wieder hergestellt werden. Daneben gab Circle bekannt, künftig mit der Cross River Bank zusammenarbeiten zu wollen.

Wie Cathie Wood weiter schreibt, läge die Lösung für die Schwachstellen des traditionellen Bankenwesens im Krypto-Sektor. Denn mit Kryptowährungen könnten die Probleme von Intransparenz und Fehler von Regulatoren im herkömmlichen Bankensektor gelöst werden. Wenn die US-Behörden jedoch weiterhin den Krypto-Sektor als Sündenbock für Regulierungsfehler nutzen würden, würde der Krypto-Bereich den USA schließlich den Rücken kehren und damit einer große Innovationslücke lassen.

Redaktion finanzen.net

In eigener Sache

Übrigens: US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und als Geschenk eine Gratisaktie erhalten.

Ausgewählte Hebelprodukte auf Circle

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Circle

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: Cindy Ord/Getty Images for Bloomberg Businessweek, Postmodern Studio / Shutterstock.com

Nachrichten zu New York Community Bancorp Inc.

Wer­bung

Analysen zu New York Community Bancorp Inc.

DatumRatingAnalyst
11.07.2019New York Community Bancorp BuyB. Riley FBR
02.01.2019Signature Bank Market PerformHovde Group
21.12.2018Signature Bank OutperformWedbush Morgan Securities Inc.
08.08.2018Signature Bank OutperformHovde Group
20.07.2018Signature Bank Market PerformBMO Capital Markets
DatumRatingAnalyst
11.07.2019New York Community Bancorp BuyB. Riley FBR
21.12.2018Signature Bank OutperformWedbush Morgan Securities Inc.
08.08.2018Signature Bank OutperformHovde Group
20.07.2018Signature Bank Market PerformBMO Capital Markets
19.01.2018Signature Bank BuyMaxim Group
DatumRatingAnalyst
02.01.2019Signature Bank Market PerformHovde Group
12.02.2018New York Community Bancorp NeutralB. Riley FBR, Inc.
20.09.2017Signature Ban NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
11.09.2017Signature Ban Market PerformHovde Group
07.10.2016New York Community Bancorp NeutralWedbush Morgan Securities Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für New York Community Bancorp Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen