Heidelberger Druckmaschinen: Nach dem Kursdebakel - was nun?

09.02.26 08:54 Uhr

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Die Zahlen von Heidelberger Druckmaschinen haben dazu geführt, dass die Aktie aus dem Seitwärtskorridor der letzten Monate nach unten herausgekippt ist. Die Bewegung war drastisch - und übertrieben?

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Heidelberger Druckmaschinen hat die Anleger mit den Quartalszahlen nicht überzeugen können. Zwar konnte der Umsatz zum Vorjahr etwas verbessert werden, dabei ist die bereinigte operative Marge aber gesunken. Noch schwerer wog allerdings der zum Vorjahr rückläufige Auftragseingang, der den Auftragsbestand im Quartalsverlauf um satte 12 Prozent auf nur noch 709 Mio. Euro abschmelzen ließ.

Analyst senkt Kursziel deutlich

Hier lag auch ein zentraler Kritikpunkt der Analysten von Warburg, die den abnehmenden Bestand als Risikofaktor für eine ausreichende Auslastung in der Produktion einstufen. Die aktuellen Zahlen haben vor diesem Hintergrund eine deutliche Reduktion des Kursziels von 2,20 auf 1,70 Euro nach sich gezogen.

Technische Situation eingetrübt

Neben der fundamentalen Lage ist auch die Charttechnik jetzt deutlich eingetrübt. Die Aktie ist aus dem monatelangen Seitwärtskorridor mit viel Schwung nach unten rausgekippt. Zwar ist die Bewegung so drastisch ausgefallen, dass ein Rebound durchaus möglich ist. Aber aus der langen Seitwärtsphase besteht jetzt ein deutlicher Überhang an potenziellen Verkäufern, die auf einer Verlustposition sitzen. Das könnte relativ schnell für weiteren Druck sorgen.

Was kann die Wende bringen?

Trotzdem bleibt die Aktie spannend, denn die Bewertung ist weiterhin günstig und es gibt durchaus Fantasie für eine Besserung der Lage. Vor allem weitere Fortschritte bei der Erschließung des Rüstungsgeschäfts könnten die Stimmung am Markt schnell wieder drehen. Da es aber mutmaßlich dauern wird, bis sich das richtig in den Zahlen zeigt, ist keine Eile geboten. Anleger, die auf dieses Szenario spekulieren wollen, können dafür ausgeprägte Schwächephasen der Aktie von Heidelberger Druckmaschinen für kleine Zukäufe nutzen. Eine solche haben wir gerade zweifelsohne.

Die Mischung aus einem herausfordernden Marktumfeld und einer günstigen Bewertung findet sich auch bei Pyramid. Mit dem Unterschied, dass der Hersteller kundenindividueller IT-Systeme im Herbst einen spektakulären Großauftrag melden konnte, der ab 2026 für eine neue Umsatzdynamik sorgen sollte: zum Artikel

Guter Newsflow, der auch die Aktie beflügeln könnte, ist auch von Matador Secondary Private Equity zu erwarten. Das Unternehmen, das in bestehende Private-Equity-Vehikel mit bekannten Portfoliostrukturen investiert, hat kürzlich über deutlich steigende Rückflüsse aus seinen Fonds berichtet, was auf gute Zahlen für 2025 hoffen lässt: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 09.02.26 um 8:23 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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