Gerresheimer: Substanz schlägt Angst
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In den jüngsten Marktturbulenzen ist die Aktie von Gerresheimer nicht mehr weiter gefallen. Die Stimmungsaufhellung am Gesamtmarkt gestern wurde dann für einen ersten kleinen Satz nach oben genutzt. Ist das Schlimmste jetzt vorüber?
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Nach besorgniserregenden Meldungen zu Bilanzierungsproblemen, die insbesondere die ausgewiesenen Umsätze betreffen und im noch ausstehenden Jahresabschluss u.a. auch zu hohen Wertberichtigungen führen, ist die Aktie von Gerresheimer zuletzt weiter abgestürzt, auf ein 16-Jahrestief bei 14,83 Euro (Xetra). Damit lag der Kurs um 88 Prozent unter dem im Jahr 2023 markierten Hoch von 122,90 Euro.
Skeptische Einschätzung
Da nicht nur Bilanzierungsprobleme bestehen, sondern auch die operativen Aussichten nicht rosig sind, zeigen sich Analysten trotz des niedrigen Kursniveaus skeptisch bezüglich der Erholungschancen der Aktie. Die UBS hat kürzlich das Kursziel auf 12,90 Euro mehr als halbiert und den Titel sogar noch von einer neutralen Einschätzung auf Verkaufen abgestuft. Der Analyst sieht eine größere Bandbreite möglicher Entwicklungen bei dem Versuch, mit dem Verkauf von Tochtergesellschaften Schulden zu reduzieren, und betont insbesondere das Enttäuschungsrisiko und die Risiken der aktuellen Situation.
Abwärtsmomentum verebbt
Die Anleger sind aktuell offenbar anderer Meinung und halten die Risiken für den Moment für ausreichend eingepreist. Das ist ablesbar aus dem zuletzt deutlich rückläufigen Abwärtsmomentum, das gestern dann folgerichtig in einen Rebound gemündet ist. Dieser hat durchaus noch weiteres Potenzial, denn die Aktie kommt aus einem überverkauften Zustand und der MACD deutet gerade erst eine mögliche Wende an. Es ist vorstellbar, dass die Aktie versucht, das Kurs-Gap zwischen 25 und 20 Euro, das nach der Meldung über die Verschiebung des Jahresabschlusses und die größer gewordenen Bilanzierungsprobleme ausgebildet wurde, zu schließen.
Unsicherheit ist hoch
Anscheinend spekulieren einige Anleger darauf, dass Gerresheimer trotz aller Probleme genug Substanz hat, um die Wende zu schaffen. In dem Fall könnte sich das aktuelle Kursniveau tatsächlich als ein Schnäppchen erweisen. Die Unsicherheit und die Risiken für dieses Szenario sind allerdings hoch. Wer auf das Erholungsszenario spekuliert, sollte sich daher auf eine sehr hohe Volatilität und möglicherweise weitere schlechte Nachrichten von der Gesellschaft einstellen.
Auf eine positive Entwicklung im laufenden Jahr scheinen die Anleger bei Gesco zu setzen, was der Aktie zu einer ausgesprochenen Stabilität bei den jüngsten Marktturbulenzen verholfen hat. Ein gutes Signal für die weiteren Aussichten: zum Artikel
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Erstellung am 05.03.26 um 8:29 Uhr.
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