Finanzergebnisse

Salesforce-Aktie nach mauem Ausblick schwächer: SAP-Konkurrent verdient in Q1 weniger als erwartet

28.05.26 22:09 Uhr

NYSE-Aktie Salesforce verliert nach enttäuschendem Ausblick: SAP-Konkurrent steigert Gewinn nichts so stark wie erhofft | finanzen.net

Salesforce hat am Mittwoch US-nachbörslich seine jüngste Bilanz veröffentlicht. So schnitt der SAP-Konkurrent im ersten Quartal ab.

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Salesforce hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 mehr verdient. Während der Gewinn je Aktie im Vorjahreszeitraum bei 1,59 US-Dollar lag, wurde im jüngsten Berichtsquartal ein EPS von 2,42 US-Dollar verzeichnet. Analysten haben zuvor im Durchschnitt mit einem Gewinn von 3,13 US-Dollar gerechnet.

Beim Umsatz übertraf der SAP-Rivale die Analystenschätzungen jedoch. Hier gingen die Experten von einer Steigerung auf 11,05 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorjahresquartal 9,83 Millionen US-Dollar erwirtschaftet wurden. Tatsächlich lag der Erlös im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 bei 11,133 Millionen US-Dollar.

SAP-Rivale Salesforce mit mauem Ausblick aufs Quartal

Der US-Softwareanbieter Salesforce hat mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal enttäuscht. Dass der SAP-Rivale nun im Gesamtjahr mehr bereinigten Gewinn je Aktie erwartet, besänftigte die Anleger nur wenig. Ebenso wie die Aspekte, dass das abgelaufene erste Quartal den Erwartungen entsprach und das Geschäft mit dem eigenen KI-Tool Agentforce stärker wächst als bisher prognostiziert.

Für das zweite Geschäftsquartal (Ende Juli) rechnet Salesforce-Chef Marc Benioff mit 11,27 bis 11,35 Milliarden Dollar Erlös. Analysten hatten im Schnitt allerdings das obere Ende der Spanne im Auge.

Im Gesamtjahr erwartet Salesforce mit 14,06 bis 14,12 Dollar nun mehr bereinigten Gewinn je Aktie. Bisher hatte Benioff nur bis zu 13,19 Dollar in Aussicht gestellt. Finanzchef Robin Washington wiederholte die Annahme, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen werde.

So reagiert die Salesforce-Aktie

Im NYSE-Handel reagierte die Salesforce-Aktie nach anfänglichen Gewinnen mit Verlusten. Schlussendlich verlor das Papier 0,76 Prozent auf 176,16 US-Dollar. Wie andere Softwaretitel auch ist Salesforce in diesem Jahr in verschärfte Bedrängnis am Aktienmarkt geraten. Seit Jahresbeginn hatte der Kurs im Haupthandel bereits rund ein Drittel an Wert eingebüßt. Sorge der Investoren ist, dass das Geschäftsmodell von Softwarekonzernen wegen der Konkurrenz von KI-Tools erodieren könnte. So hat etwa auch SAP in diesem Jahr mehr als ein Viertel an Wert verloren. Die Walldorfer kommen auf einen Börsenwert von 184 Milliarden Euro, Salesforce ist derzeit 145 Milliarden US-Dollar wert (125 Mrd Euro).

Barclays-Analyst Raimo Lenschow meldete in einer ersten Einschätzung Zweifel daran an, ob das solide erste Geschäftsquartal etwas an den KI-Sorgen der Anleger ändern kann. Zwar entwickele sich bei Salesforce der mit KI im Zusammenhang stehende jährlich wiederkehrende Umsatz gut, bleibe aber im Gesamtkontext gering. Überhaupt stünden sowohl die von Salesforce betriebene Arbeitsplattform Slack als auch die KI-Geschäfte des Konzerns gut da - ausgerechnet KI führe aber auch zu spürbaren Herausforderungen.

Der Vertragsbestand des eigenen KI-Tools Agentforce wuchs auf 1,2 Milliarden Dollar jährlich wiederkehrender Erlöse an, Ende Februar hatte er noch bei 800 Millionen gelegen. Die Nutzung von KI-Modellen innerhalb der Salesforce-Plattform habe sich im vergangenen Quartal verglichen mit dem Vorquartal mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in San Francisco mit.

Evelyn Schmal, Martina Köhler, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

In eigener Sache

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Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com

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