Dank Barack Obama

Netflix-Chef verdient in einer Woche 400 Millionen US-Dollar

13.03.18 12:36 Uhr

Netflix-Chef verdient in einer Woche 400 Millionen US-Dollar | finanzen.net

Für Netflix, den weltweit führenden Streamingdienst, läuft es momentan super. 118 Millionen Abonnenten hatte der Online-Dienst im Januar, die Aktie befindet sich derzeit auf einem Höhenflug, der so bald wohl nicht enden wird.

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Seit Anfang des Jahres konnte die Netflix-Aktie, die an der US-Techbörse NASDAQ gelistet ist, ein Kursplus von 60 Prozent einfahren. Waren die Wertpapiere Anfang Januar noch 166 Euro wert, wurden sie am Montag bei 321,30 US-Dollar gehandelt.

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400 Millionen US-Dollar mehr auf dem Konto des Netflix-Chefs

Allein in der vergangenen Woche stieg der Wert der Netflix-Papiere um beinahe 10 Prozent. Zum Handelsstart in diese Woche gaben die Anteilsscheine jedoch rund drei Prozent ab. Der Wertanstieg der Netflix-Aktie bescherte dem Co-Gründer und Chef des Streamingdienstes Reed Hastings, der drei Prozent Anteile an dem Unternehmen hält, ein Plus von beinahe 400 Millionen US-Dollar auf seinem Konto.

Laut dem Realtime-Ranking der US-Zeitschrift "Forbes", ist Hastings nun geschätzte 3,4 Milliarden US-Dollar schwer und reiht sich im Milliardärs-Ranking auf Rang 729 ein - beinahe 100 Plätze vor US-Präsident Donald Trump, der laut Forbes "nur" ein Vermögen von 3,1 Milliarden US-Dollar vorweisen kann.

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Netflix-Serie mit Barack und Michelle Obama geplant

Bedanken muss Hastings sich hierfür aber nicht bei Trump, sondern bei dessen allseits beliebtem Vorgänger Barack Obama. Eine Ursache für das Kursplus könnte nämlich in einem Bericht der "New York Times" vom 8. März liegen, in dem bekannt wurde, dass es fortgeschrittene Gespräche zwischen Obama und dem Streaming-Dienst gebe, eine Serie mit dem "Yes we can"-Liebling - unter dem nach der Ansicht vieler Amerika bereits großartig war - und seiner charmanten Frau Michelle Obama zu starten.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf informierte Personen schreibt, hat Obama nicht vor, die Show dazu zu nutzen, die Politik seines Nachfolgers Trump zu kritisieren. Vielmehr möchte er auf Themen eingehen, die ihn schon während seiner Amtszeit beschäftigten und es auch jetzt noch tun, wie beispielsweise den Klimawandel, die Gesundheitspolitik, die Einwanderung oder das Wahlrecht. Das genaue Format der Sendung und die Anzahl der Episoden sei aber noch nicht festgelegt.

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Obama könnte Quotenschlager werden

Mit Obama könnte sich Netflix einen echten Quotenschlager ins Haus holen. Einer Umfrage des Instituts Gallup zufolge, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde, ist der ehemalige US-Präsident der Mann, den die amerikanischen Bürger am meisten bewundern. Aber auch im Ausland erfreut sich Obama reger Beliebtheit, weshalb zu erwarten ist, dass die neue Serie viele Abonnenten fesseln wird. Diese Ansicht teilen wohl auch die Netflix-Aktionäre.

Doch nicht nur der wahrscheinlich bevorstehende Einstieg von Barack und Michelle Obama ins Netflix-Serien-Geschäft hat dem Unternehmen in diesem Jahr gutgetan. Weitere Gründe für die enorme Wertsteigerung seit Anfang des Jahres liegen nicht zuletzt darin, dass der Video-on-demand-Service den TV-Produzenten Ryan Murphy, der unter anderem "Glee" und "American Horror Story" produzierte, von FOX abwarb und für sich gewinnen konnte. Auch der Oscar, der bei der diesjährigen Preisverleihung die Netflix-Produktion "Icarus" als besten Dokumentarfilm auszeichnete, dürfte das Kursplus angekurbelt haben.

Theresa Rauffmann / Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Netflix, K2 images / Shutterstock.com

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