Bilfinger: Jetzt muss geliefert werden
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Am 4. März legt Bilfinger die Geschäftszahlen für 2025 vor. Spannender ist der Ausblick auf 2026: Durch optimistische Ankündigungen beim Kapitalmarkttag im Dezember 2025 liegt die Latte hoch.
Werte in diesem Artikel
Mit einem starken Jahresauftakt hat die Aktie des Infrastrukturdienstleisters Bilfinger in der ersten Februarwoche ein neues Hoch bei rund 128 Euro erreicht. Seitdem jedoch läuft es etwas gemächlicher. Die am Kapitalmarkttag genannten, optimistischen Mittelfristziele stehen im Blick der Anleger und nach Möglichkeit sollte bereits im Ausblick für 2026 von diesem Optimismus etwas zu sehen sein.
Hohe Erwartungen
Doch der Reihe nach: Für 2025 soll laut Unternehmensangaben der Umsatz zwischen 5,3 und 5,5 Mrd. Euro liegen, die EBITA-Marge wiederum bei 5,4 bis 5,6 Prozent. Gemessen am Q4-Umsatz 2024 von fast 1,4 Mrd. Euro wäre es schon eine kleine Enttäuschung, wenn das Umsatzziel nicht am oberen Ende erreicht werden würde. Eine EBITA-Marge von 5,5 Prozent unterstellt, könnte das EBITA fast schon 300 Mio. Euro erreichen. Analysten erwarten hier im Schnitt rund 295 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2024 waren es 264 Mio. Euro.
Überproportionales Ergebniswachstum
Spannender wird es beim Ausblick für 2026. Hier hatte das Unternehmen im Dezember einen durchschnittlichen Umsatzanstieg von 8 bis 10 Prozent jährlich bis 2030 angekündigt. Gemessen an der Mitte der Zielspanne 2025 könnte die Umsatzzielrange für 2026 daher bei rund 5,83 bis 5,94 Mrd. Euro liegen. Analysten schätzen im Schnitt bislang 5,72 Mrd. Euro. Dafür wird von einem deutlich überproportionalen Ergebniswachstum ausgegangen. 2026 soll das EBITA im Schnitt bei rund 350 Mio. Euro liegen.
Fazit
Das Umfeld für Industriedienstleister bzw. Infrastrukturanbieter ist unverändert gut. 2026 sollten nennenswerte Aufträge aus dem Investitionspaket des Bundes bei Bilfinger landen. Im Bereich Energieinfrastruktur und bei Rechenzentren brummt es derzeit ebenfalls. 2026 könnte der Gewinn/Aktie in einer Range zwischen 6,10 und 6,30 Euro liegen. Das wäre bei einem Kurs von 119 Euro ein KGV von ungefähr 19. Das ist in einer Boom-Branche zwar nicht zu teuer, muss aber auch durch entsprechende Gewinnsteigerungen untermauert werden. Am 4. März hat das Unternehmen hierzu die Gelegenheit.
Ebenfalls auf gute Rahmenbedingungen im laufenden Jahr hofft Hoenle, die Geschäftsdynamik könnte im Jahresverlauf zunehmen: zum Artikel
Spannend wird es bei Eckert & Ziegler – im März wird sich zeigen, wohin die Reise bei dem Unternehmen im laufenden Jahr geht: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.484 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 21.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 27.02.26 um 15:12 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel