AKTIEN IM FOKUS: Immobiliensektor unter Druck - JPMorgan verweist auf Zinsen

19.03.26 10:51 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger haben sich am Donnerstag von Aktien aus dem Immobiliensektor getrennt. Am stärksten kamen Vonovia (Vonovia SE) unter Druck, sie waren mit einem Minus von fast elf Prozent der größte Verlierer in einem sehr schwachen DAX. Der europäische Immobiliensektor verlor knapp drei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Jahresanfang. Durch den Iran-Krieg wurde er vom höchsten Stand seit 2024 um elf Prozent zurückgeworfen.

Vonovia hatte am Morgen Geschäftszahlen für 2025 veröffentlicht und dabei die Ziele für die kommenden Jahre bekräftigt. Analysten zeigten sich in ihren Reaktionen durchaus angetan von den Aussagen des Unternehmens. Allerdings wies Neil Green von der Bank JPMorgan darauf hin, dass die Stimmung für die Branche unter globalen Risiken leiden könnte.

Der Experte hob in diesem Zusammenhang vor allem inflationäre Effekte hervor. Der sich verschärfende Krieg im Nahen Osten hat die Energiepreise weltweit nach oben getrieben. Am Donnerstag verteuerte sich Rohöl der Sorte Brent um zehn Prozent. Angesichts der Rally von Öl und Gas hat die Hoffnung auf Zinssenkungen der Notenbanken einen herben Dämpfer bekommen. An den Kapitalmärkten sind die Zinsen zuletzt kräftig gestiegen. Sogar über mögliche Leitzinserhöhungen der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung wird wieder diskutiert.

"Die globalen Ereignisse lassen die inflationären Risiken - und damit die Renditen - steigen", konstatierte Green. Darunter litten typischerweise gerade die deutschen Branchentitel. In der zweiten Reihe sackten LEG (LEG Immobilien) Immobilien um sieben Prozent ab und TAG Immobilien um fast acht Prozent. Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen SE) verloren fünfeinhalb Prozent.

Die Kapitalmarktzinsen sind ein wichtiger Einflussfaktor für die Immobilienbranche. Bei steigenden Zinsen verteuert sich die interne Refinanzierung der Unternehmen und kreditfinanzierte Zukäufe werden kostspieliger. Verkäufe aus den Portfolios wiederum werden erschwert, weil sich für die potenziellen Käufer die Finanzierung verteuert./bek/ag/nas

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Analysen zu Vonovia SE

DatumRatingAnalyst
31.03.2026Vonovia SE UnderweightBarclays Capital
30.03.2026Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
30.03.2026Vonovia SE BuyGoldman Sachs Group Inc.
23.03.2026Vonovia SE BuyJefferies & Company Inc.
23.03.2026Vonovia SE BuyGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
30.03.2026Vonovia SE BuyGoldman Sachs Group Inc.
23.03.2026Vonovia SE BuyJefferies & Company Inc.
23.03.2026Vonovia SE BuyGoldman Sachs Group Inc.
20.03.2026Vonovia SE OverweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.2026Vonovia SE KaufenDZ BANK
DatumRatingAnalyst
30.03.2026Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
20.03.2026Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
01.12.2025Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
06.11.2025Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
07.08.2025Vonovia SE HoldDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
31.03.2026Vonovia SE UnderweightBarclays Capital
19.03.2026Vonovia SE UnderweightBarclays Capital
16.09.2025Vonovia SE UnderweightBarclays Capital
03.04.2025Vonovia SE UnderweightBarclays Capital
19.03.2025Vonovia SE (ex Deutsche Annington) UnderweightBarclays Capital

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