Aktien von Meta, Amazon und Tesla tiefrot: Blutbad am Aktienmarkt kostet Superreiche Milliarden - Doch es gibt Ausnahmen
• Der Börsencrash durch Trumps Handelskrieg ließ das Vermögen von Superreichen schrumpfen
• Carlos Slim und Gautam Adani werden reicher
• Nur zeitweise Profiteure
Seit Donnerstag sind die Aktienmärkte weltweit im Krisenmodus. Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, hat mit seinem Mega-Zollvorhaben für derart große Verunsicherung gesorgt, dass nicht nur die Märkte in Fernost und Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten abgestürzt sind. Am Freitag eskaliert die Lage dann weiter: Nachdem China Gegenzölle auf aus den USA importierte Produkte bekannt gab, setzte sich das Blutbad an den Börsen weltweit fort.
Milliardäre verbrennen Milliarden
Der Sell-Off am US-Aktienmarkt hat einige der dort ansässigen Superreichen kalt erwischt. Besonders heftig getroffen hat der Ausverkauf am Vortag Meta-Chef Mark Zuckerberg, dessen Vermögen laut Bloomberg Billionaires-Index um 17,9 Milliarden US-Dollar auf 189 Milliarden US-Dollar einbrach. Auch bei Amazon-Gründer Jeff Bezos sorgte der Absturz von Amazon am Aktienmarkt für ein massives Minus: Sein Vermögen reduzierte ich um 15,9 Milliarden US-Dollar - mit verbliebenen 201 Milliarden US-Dollar bleibt der Unternehmer aber auf Platz zwei der reichsten Menschen der Welt hinter Tesla-Chef Elon Musk. Musk hatte bereits in den vergangenen Monaten einen massiven Verlust seiner Vermögenswerte mit ansehen müssen, am Donnerstag sackte sein Vermögen dann um weitere elf Milliarden US-Dollar ab. Seine Spitzenposition ist mit einem verbleibenden Vermögen in Höhe von 322 Milliarden US-Dollar aber nicht gefährdet.
Andere Milliardäre werden noch reicher
Anders als ihre Milliardärskollegen aus den USA haben andere Superreiche unteressen trotz des Marktcrashs beim Vermögen aufgestockt. Da gegen das US-Nachbarland Mexiko keine neuen Zölle verhängt wurden, stieg das Vermögen von Carlos Slim, der mit América Movil den größten Mobilfunkanbieter Lateinamerikas kontrolliert, um 2,95 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 85,5 Milliarden US-Dollar - damit profitierte er von einer positiven Entwicklung der America Movil-Aktie. Auch für Gautam Adani, den Gründer der indischen Adani Group, ging das Blutbad am Aktienmarkt gut aus - er hatte nach dem Handelsende am Donnerstag 1,39 Milliarden US-Dollar mehr in der Tasche.
Wind dreht am Freitag
Nach dem Einstieg von China in den von Trump initiierten Handelskrieg drehte sich der Wind am Freitag aber: Während Zuckerberg & Co. ihr Vermögen voraussichtlich weiter werden schrumpfen sehen - immerhin verlor die Meta-Aktie an der NASDAQ letztlich 5,06 Prozent auf 504,73 US-Dollar, während Amazon-Titel um 4,15 Prozent auf 171,00 US-Dollar nachgaben und die Tesla-Aktie 10,42 Prozent auf 239,43 US-Dollar einbüßte - musste sich auch der Gründer Adani-Group dem schwachen Marktumfeld schließlich geschlagen geben, nachdem die Aktie von Adani Enterprises in Indien mit einem Abschlag von 3,20 Prozent bei 2.334,60 Rupien schloss. Auch America Movil-Aktien gaben in Mexiko deutlich nach und bescheren Carlos Slim ein Minus beim Vermögen.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: bluecrayola / Shutterstock.com