Goldpreis erzielt höchsten Quartalsgewinn seit 1986

01.04.2025 08:10:51

Der Goldpreis macht weiterhin keine Anstalten, sich nennenswert zu verbilligen und verharrt nahe am Rekordhoch.

von Jörg Bernhard

Die Angst vor einem globalen Handelskrieg bleibt an den Goldmärkten nach wie vor das bestimmende Thema. US-Präsident Trump erklärte zuletzt, dass die gegenseitigen Zölle, die am Mittwoch in Kraft treten sollen, nicht nur für eine kleinere Gruppe von 10 bis 15 Länder, sondern für alle Nationen gelten werden. Weitere Autozölle sollen zudem am Donnerstag folgen. Bereits in der vorherigen Sitzung hatte Gold mit über 20 Prozent seinen besten Quartalsgewinn seit September 1986 verzeichnet, was vor allem auf Zinssenkungserwartungen, Käufe durch Zentralbanken und eine starke Nachfrage nach börsengehandelten Gold-ETFs zurückzuführen war. Für erhöhte Spannung sorgen nun die anstehenden Daten vom US-Arbeitsmarkt. Am Nachmittag gibt es z.B. ein Update zu den offenen Stellen und am morgigen Mittwoch folgen dann noch die ADP-Beschäftigungszahlen.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 11,10 auf 3.161,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Anhaltende Verunsicherung

Trump kündigte an, sekundäre Zölle in Höhe von 25 bis 50 Prozent auf Käufer von russischem Öl zu verhängen, sollte er den Eindruck gewinnen, dass Moskau seine Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs behindert. Dies könnte große Importeure wie Indien und China veranlassen, ihre Ölimporte aus Russland zu reduzieren. Zudem drohte er dem Iran mit Zöllen und Bombardierungen, bis das Land ein Abkommen unterzeichnet, das den Verzicht auf Atomwaffen vorsieht. An den Ölmärkten stellen sich die Akteure nun die Frage, welche wirtschaftlichen Auswirkungen und möglicher Ölnachfrageeinbußen die eingetrübten Konjunkturperspektiven haben könnten.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,15 auf 71,63 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 74,90 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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