Freie Arbeitstage

"Null-Bock-Tage": Zukunft der Arbeitswelt?

26.02.25 08:39 Uhr

"Null-Bock-Tage": Eine Perspektive für die Arbeitswelt der Zukunft? | finanzen.net

Die Work-Life-Balance wird ein immer wichtigeres Thema in der Arbeitswelt. Die Vier-Tage-Woche ist bereits ein viel diskutiertes Konzept, doch was hat es mit den "Null-Bock-Tagen" auf sich?

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Arbeitsfreie Tage ohne Urlaub oder Krankmeldung

An manchen Tagen hat man einfach keine Motivation, fühlt sich schlapp oder gerädert. Dann kann man bei seinem Arbeitgeber einen "Null-Bock-Tag" anmelden und muss nicht erscheinen. Die Anzahl der Urlaubstage wird davon nicht beeinflusst und als Krankheitstag gilt das Ganze auch nicht. Zudem wird man bezahlt. Dieses Konzept wird in Deutschland nur wenig bis gar nicht praktiziert. In den USA oder Großbritannien dagegen gibt es immer mehr Unternehmen, die sogenannte "Reset-Days" anbieten. Thomas Janßen, Unternehmensberater in Königswinter, hebt die Vorteile in einem Interview mit dem WDR hervor: Der gefühlte Leistungsdruck der Mitarbeitenden sinke, was zu einem viel höheren Wohlbefinden und "psychischer Sicherheit" führe.

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Unternehmen wie Nike, Netflix oder Microsoft haben unterschiedliche Bezeichnungen und Handhabungen, dennoch bietet jeder von ihnen ein Konzept zusätzlicher, arbeitsfreier Tage. Das Konzept der "Reset-Days" in Großbritannien ist dagegen ein wenig anders: Man arbeitet zwar, gibt jedoch an, nicht durch Meetings oder Anrufe gestört werden zu wollen. Der britischen Unternehmensberatung MTD zufolge könne dies eine Vorbereitung auf die "Null-Bock-Tage" sein.

Ein deutsches Startup aus Berlin-Kreuzberg führte das Konzept der "Null-Bock-Tage" ein. Philip Siefer ist Gründer des Startups "Einhorn", ein Hersteller von Periodenprodukten und veganen Kondomen. In einem Interview mit der Welt erklärt er seine Intention: "Ich habe gemerkt, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die keinen Bock haben, gerade hier zu sein, ist total ätzend. Und dann haben wir gesagt, wenn du keinen Bock hast zu kommen, brauchst du nicht zu kommen". Ein Limit sei bisher nicht nötig gewesen, da die "Null-Bock-Tage" zwar in Anspruch genommen, jedoch nicht ausgenutzt werden. Markus Wörner, ebenfalls Teil des Startups, erklärt gegenüber RTL, dass die Produktivität trotz geringerer Arbeitsstunden gestiegen sei.

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Die Mehrheit der Deutschen würde die Regelung in Anspruch nehmen

Die Jobbörse Monster Worldwide Germany GmbH veröffentlichte Anfang 2025 eine Studie, deren Daten auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH basieren. 2.097 Personen nahmen im November 2024 an der Umfrage teil. Das Ergebnis: Etwa 60 Prozent der Befragten geben an, die zusätzlichen freien Tage in Anspruch nehmen zu würden. Besonders die jüngere Generation scheint dem Konzept zugeneigt, denn rund 78 Prozent der 18- bis 24-Jährigen stimmen der Idee zu. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es mit 75 Prozent fast genauso viel und auch die 35- bis 44-Jährigen stimmen mit 73 Prozent mehrheitlich überein. Erst ab 55 Jahren unterschreitet die Zustimmung den Mehrheitsanteil, denn hier sind es nur noch 47 Prozent. Nicht alle scheinen das Konzept gutzuheißen.

Doch nicht alle befürworten das Konzept

Die Erhebungsauswertung ergab nämlich außerdem, dass etwa 28 Prozent der Befragten die "Null-Bock-Tage" nur in Ausnahmefällen nutzen würden. Grund hierfür sei "ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Team oder ihrer Arbeit". Ganze 31 Prozent lehnen die Idee sogar komplett ab. Die restlichen 5 Prozent geben Überbelastung generell ungern zu. Alternativvorschläge seien unter anderem mehr Urlaubstage, die langfristig planbar sind - 11 Prozent stimmten hier zu.

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Ein Trend, der laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) gar nicht erst in Deutschland ankommen solle. Hauptgeschäftsführer der vbw, Bertram Brossardt, gibt auf Anfrage des Nachrichtendienstes BR24 an, dass es bereits genug Möglichkeiten gebe, sich arbeitsunfähig zu melden. Eine Krankmeldung, Urlaub oder Zeitausgleich seien ausreichend: "Es besteht also kein Bedarf, zusätzliche freie Tage einzuführen". Nichtsdestotrotz betont er, dass "es […] natürlich jedem Unternehmen überlassen [bleibt], wie viele zusätzliche freie Tage es seinen Mitarbeitern gewährt und wie diese genannt werden".

Redaktion finanzen.net

 

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