Kryptotrading

Krypto leicht erklärt: Was sind Soft Forks und Hard Forks?

06.11.25 06:21 Uhr

Kryptotrading leicht erklärt: Was sind Soft Forks und Hard Forks bei Kryptowährungen? | finanzen.net

Wenn man über Kryptowährungen liest oder spricht, fallen in diesem Zusammenhang immer wieder Wörter wie "Fork", "Hard Fork" oder "Soft Fork". Doch was bedeuten diese Begriffe und was steckt eigentlich dahinter?

Werte in diesem Artikel
Devisen

52.031,9634 CHF -152,2403 CHF -0,29%

57.062,0497 EUR -115,0566 EUR -0,20%

49.919,8334 GBP -99,8861 GBP -0,20%

10.508.950,1634 JPY -8.157,8648 JPY -0,08%

67.331,7589 USD -148,1056 USD -0,22%

1.568,3015 CHF 0,0908 CHF 0,01%

1.719,1071 EUR 0,8524 EUR 0,05%

1.504,3907 GBP 1,2258 GBP 0,08%

316.897,5201 JPY 843,2170 JPY 0,27%

2.029,3022 USD 1,4347 USD 0,07%

1,0879 CHF 0,0037 CHF 0,34%

1,1930 EUR 0,0051 EUR 0,43%

1,0437 GBP 0,0045 GBP 0,43%

219,7192 JPY 1,2102 JPY 0,55%

1,4078 USD 0,0058 USD 0,41%

374,4913 CHF 4,0083 CHF 1,08%

410,5019 EUR 4,5716 EUR 1,13%

359,2302 GBP 4,1140 GBP 1,16%

75.671,2746 JPY 1.004,8031 JPY 1,35%

484,5727 USD 5,4977 USD 1,15%

43,0085 CHF -0,0105 CHF -0,02%

47,1662 EUR 0,0313 EUR 0,07%

41,2626 GBP 0,0280 GBP 0,07%

8.686,4643 JPY 16,5102 JPY 0,19%

Was ist ein Fork?

Um die Begrifflichkeiten zu klären, muss man zunächst einmal verstehen was ein "Fork" ist. Der Fork einer Kryptowährung beschreibt die Gabelung einer Blockchain, einer Kette oder eines Netzwerkes. Der Begriff kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung und bezieht sich auf das Ergebnis nach der Modifizierung eines Blockchain-Projekts. Normalerweise ist die Software zunächst so konzipiert, dass sie für jeden frei zugänglich ist und so jeder Nutzer eine eigene Kopie erstellen und diese dann auch nach seinen Vorstellungen anpassen und verändern kann. Da es beim Entwickeln einer Software in einem großen Projekt unmöglich ist, die Vorstellungen aller Beteiligten gerecht zu integrieren, wird das Netzwerk oftmals aufgeteilt. Damit wurde die Software dann "geforkt" und es können komplett neue, individuell angepasste Funktionen nachträglich hinzugefügt werden. Das Ergebnis nennt man dann einen Fork, ab dem Moment, bei dem eine andere Version des Protokolls als die Grundversion entsteht und verwendet wird.

Was sind Nodes?

Um zu verstehen was Soft Forks und Hard Forks sind und wie sie funktionieren, muss man zunächst wissen was "Nodes" sind. Es handelt sich dabei um Netzwerkknoten, die Blockchains speichern, um diese dem Nutzer-Netzwerk bereitstellen zu können. Im besten Fall ist dafür die aktuellste Transaktionshistorie auf allen Nodes dezentral gespeichert. Alle vorhandenen Nodes müssen daher mit einer kompatiblen Software betrieben werden, andernfalls können sie nicht auf einer gleichen Blockchain verwendet werden. Alte und neue Nodes sind also nicht kompatibel und es können infolgedessen zwei Blockchains entstehen.

Was sind Hard Forks?

Hard Forks sind eine Art von Forks, die nicht abwärtskompatibel sind. Damit Änderungen der Blockchain berücksichtig werden können, müssen bestehende Nodes ihre Software zwingend aktualisieren, um eine Verständigung zwischen alten und neuen Nodes herzustellen. Hard Forks bringen besondere Herausforderungen mit sich, um den Konsens im Netzwerk zu generieren, denn die Inkompatibilität der verschiedenen Versionen führt zwingend dazu, dass das Netzwerk wie gesplittet wird. Bitcoin Cash (BCH) ist ein Beispiel für einen Hard Fork. Die Kryptowährung hat eine höhere Transaktionsgeschwindigkeit und ist weniger dezentralisiert.

Was sind Soft Forks?

Im Gegensatz zu Hard Forks bieten Soft Forks eine Abwärtskompatibilität durch eine Änderung am Code. Also funktionieren ältere Versionen der Software auch noch nach einer Gabelung und es kann Nodes im Netzwerk geben, die mit der neuen Software kompatibel sind. In der alten Software mit kompatiblen Nodes, werden die Meinungen der Nutzer akzeptiert, die sich für die Nutzung der neuen Software entschieden haben und Kompatibilitätsprobleme können so umgangen werden. Alte und neue Nodes können also weiterhin miteinander arbeiten.

Isabell Tonnius / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lukasz Stefanski / Shutterstock.com