Falschberatung

Urteil: Commerzbank muss Schadenersatz zahlen

18.01.14 11:00 Uhr

Die schlechte Beratung kommt die Commerzbank teuer zu stehen. Das OLG Stuttgart verurteilte sie zu einer Schadenersatzzahlung, weil sie das Geld eines Kunden zu riskant angelegt hatte.

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Wollen Bankberater Fonds verkaufen, verwenden sie gern verheißungsvolle Mar­keting-Slogans: Je nach Anlagestrategie und Risikoneigung ist da schon mal von "Ertrag", "Wachstum" oder "Chance" die Rede. Doch wie sich die Begriffe abgrenzen lassen, ist für Anleger oft unklar - und im schlimmsten Fall irreführend.

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Das könnte sich bald ändern: Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart hat entschieden, dass Risikokategorien für eine verständliche Beratung nicht ausreichen. Entscheidend sei der Anlegerhorizont, also die Anleger­erfahrung. Es ist das erste Mal, dass eine solch hohe Ins­tanz zu diesem Ergebnis kommt.

Konkret verurteilte das Gericht die Commerzbank, einem Kunden Fondsverluste von 44 453,52 Euro plus Zinsen zu ersetzen (Az. 9 U 52/13). Er hatte 2011 mit seinem Berater vereinbart, 60 Prozent seines Kapitals in Höhe von 750 000 Euro in Einzelaktien und 40 Prozent in konservative Anlagen zu investieren. Diese Strategie war in der Kategorie "Wachstum" eingestuft, der dritthöchsten von vier Risikoklassen der Bank. Das Geld floss darauf in sechs Aktien- und vier Rentenfonds.

Laut Gericht passte die Wortwahl nicht zur Risikobereitschaft des Kunden. "Das Gericht stellt eine Falschberatung fest, weil die Begriffe ‚Wachstum‘ und ‚Chance‘ dem Anleger ein zu geringes Risiko suggerierten", sagt Peter Gundermann, Rechtsanwalt bei der Tübinger Kanzlei Tilp, der den Kläger vertritt. Das Urteil gebe vielen Anlegern Hoffnung. Ähnliche Verfahren gegen Banken liefen. Der Haken: Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. (Redaktion Euro am Sonntag)

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