Trotz EZB-Maßnahmen

Darum fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit drei Jahren

19.03.20 20:50 Uhr

Darum fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit drei Jahren | finanzen.net

Nach neuen Notmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der Eurokurs am Donnerstag im US-Handel noch weiter abgerutscht.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1270 EUR -0,0001 EUR -0,11%

7,8722 CNY 0,0089 CNY 0,11%

0,8362 GBP -0,0002 GBP -0,02%

8,4295 HKD 0,0156 HKD 0,19%

161,3000 JPY -1,0950 JPY -0,67%

1,0838 USD 0,0014 USD 0,13%

1,1959 EUR 0,0003 EUR 0,02%

0,0062 EUR 0,0000 EUR 0,43%

0,9227 EUR -0,0013 EUR -0,14%

Im Tief war die Gemeinschaftswährung Euro bis auf 1,0655 US-Dollar gefallen. Sie kostete damit so wenig wie letztmalig vor etwa drei Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0801 (Mittwoch: 1,0934) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9258 (0,9146) Euro gekostet.

Wer­bung
CNY/EUR und andere Devisen mit Hebel via CFD handeln (long und short)

Handeln Sie Währungspaare wie CNY/EUR mit Hebel bei Plus500 und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.

Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Das Geschehen an den Finanzmärkten bleibt trotz hoher Unterstützung vieler Regierungen und Notenbanken fragil. Ein neues Programm der EZB zum Kauf von Wertpapieren über 750 Milliarden Euro, das in der Nacht angekündigt wurde, hat zwar zu einer Entspannung an den Anleihemärkten von Italien und Griechenland beigetragen. Angesichts der außergewöhnlichen Schwere der drohenden Wirtschaftskrise in der Eurozone und weltweit bleibt die Lage am Devisenmarkt aber angespannt.

Der Einbruch beim Ifo-Geschäftsklima im März für Deutschland gab einen aktuellen Hinweis auf bevorstehende schwere Konjunkturkrise. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft fiel auf den tiefsten Stand seit August 2009. "Die deutsche Wirtschaft stürzt in die Rezession", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Daten. Das Institut hält einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukt um sechs Prozent in diesem Jahr für möglich.

/jsl/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Maslowski Marcin / Shutterstock.com, kanvag / Shutterstock.com