Solide Konjunkturdaten

Darum gibt der Euro deutlich nach - Dollar im Aufwind

16.06.20 21:17 Uhr

Darum gibt der Euro deutlich nach - Dollar im Aufwind | finanzen.net

Der Eurokurs hat am Dienstag spürbar nachgegeben.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1240 EUR 0,0008 EUR 0,63%

8,0638 CNY -0,0514 CNY -0,63%

0,8749 GBP 0,0037 GBP 0,42%

9,2209 HKD -0,0167 HKD -0,18%

184,2800 JPY -0,3700 JPY -0,20%

1,1786 USD -0,0028 USD -0,23%

1,1432 EUR -0,0048 EUR -0,42%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,21%

0,8485 EUR 0,0020 EUR 0,24%

Händler nannten vor allem den auf breiter Front stärkeren US-Dollar als Grund. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1265 Dollar und damit fast einen Cent weniger als im früh erreichten Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1308 (Montag: 1,1253) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8843 (0,8887) Euro.

Der US-Dollar profitierte von überraschend soliden Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Insbesondere die Umsatzerlöse des Einzelhandels lagen über den Erwartungen: Nach einem Absturz in der Corona-Krise im März und April hatten sie im Mai wesentlich deutlicher zugelegt als von Experten vorhergesagt. Produktionsdaten aus der Industrie blieben zwar hinter den Erwartungen zurück. Allerdings erholte sich das Produzierende Gewerbe, belastet wurde die Gesamtherstellung vor allem durch die Versorger und den Bergbau.

Erfreuliche Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland fanden an den Märkten hingegen wenig Beachtung. Die ZEW-Konjunkturerwartungen verbesserten sich im Juni bereits den dritten Monat in Folge. Sie erholten sich damit spürbar von ihrem krisenbedingten Absturz im März. Bankökonomen kommentierten dennoch verhalten und verwiesen auf die hohe Ungewissheit, wie rasch sich die Konjunktur von der Virus-Krise erhole. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell.

/bgf/tih/he

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: LiliGraphie / Shutterstock.com