Regulatorische Maßnahmen

Strengere Krypto-Einschränkungen: Singapur will Privatanleger schützen

21.07.23 22:59 Uhr

Strengere Krypto-Einschränkungen: Singapur will Privatanleger schützen | finanzen.net

Um den Schutz privater Anleger besser gewährleisten zu können, plant die Monetary Authority of Singapore die Umsetzung einiger regulatorischer Maßnahmen, darunter auch das Verbot von Staking und Lending.

Werte in diesem Artikel
Devisen

72.299,0487 CHF -397,1522 CHF -0,55%

77.639,1227 EUR -401,5911 EUR -0,51%

67.406,9867 GBP -305,2479 GBP -0,45%

14.243.790,4539 JPY -30.442,4327 JPY -0,21%

90.397,8793 USD -580,2946 USD -0,64%

1,6796 CHF -0,0168 CHF -0,99%

1,8037 EUR -0,0175 EUR -0,96%

1,5660 GBP -0,0142 GBP -0,90%

330,9087 JPY -2,2025 JPY -0,66%

2,1001 USD -0,0230 USD -1,08%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,52%

0,5954 XRP 0,0059 XRP 1,00%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,55%

0,5544 XRP 0,0053 XRP 0,97%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,44%

0,6386 XRP 0,0057 XRP 0,91%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,29%

0,0030 XRP 0,0000 XRP 0,67%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,66%

0,4762 XRP 0,0052 XRP 1,10%

• Monetary Authority of Singapore (MAS) setzt neue Maßnahmen zum Schutz von Krypto-Anlegern um
• Lending und Staking für Privatkunden verboten
• Krypto-Dienstleister müssen Kundengelder in Treuhandfonds verwalten

Anfang Juli hat die oberste Finanzbehörde und Zentralbank in Singapur neue Richtlinien zum Umgang mit digitalen Vermögenswerten veröffentlicht. Diese neuen Regeln werden als Teil "regulatorischer Maßnahmen zur Verbesserung des Anlegerschutzes und der Marktintegrität" gesehen, wie die Monetary Authority of Singapore (MAS) in einer Mitteilung bekannt gab. Dadurch sollen insbesondere Privatanleger besser geschützt werden.

Neue Krypto-Richtlinien in Singapur

Krypto-Dienstleister in Singapur müssen Benutzer- und Geschäftsvermögen künftig trennen und Kundengelder in gesetzlichen Treuhandfonds verwahren, beschloss Singapurs oberste Finanzbehörde und Zentralbank in diesem Rahmen. Das soll bis zum Jahresende umgesetzt werden, um eine strikte und transparente Trennung gewährleisten zu können. "Dadurch wird das Risiko des Verlusts oder Missbrauchs von Kundenvermögen gemindert und die Wiederherstellung von Kundenvermögen im Falle der Insolvenz eines DPT-Dienstleisters [digitaler Zahlungstoken] erleichtert", heißt es in der Erklärung der MAS.

Auch ein Verbot von Staking und Lending für Privatkunden als Dienstleistung ist Teil der Maßnahmen, denn diese seien "im Allgemeinen nicht für Privatanleger geeignet", heißt es in der Mitteilung der MAS dazu. Das gelte jedoch nicht für akkreditierte und institutionelle Investoren. Privatanleger dürften dann nur noch in Eigenregie am Staking teilhaben, erklärt BTC-Echo.

Weiterhin beschloss die MAS, dass Krypto-Börsen ihr Depotgeschäft künftig von anderen Einheiten trennen müssen, sodass die Verwahrungsfunktion "betrieblich unabhängig" von verschiedenen Geschäftsbereichen und von den damit verbundenen Risiken isoliert ist.

Die Börsen müssen darüber hinaus sicherstellen, dass der Zugriff und die Betriebskontrolle auf die digitalen Vermögenswerte der Kunden in Singapur verbleiben, heißt es in der Mitteilung.

Krypto-Handel mit hohen Risiken verbunden

Die "MAS erinnert die Öffentlichkeit daran, dass Vorschriften allein die Verbraucher angesichts des extrem hohen Risikos und des spekulativen Charakters des DPT-Handels nicht vor allen Verlusten schützen können. Verbraucher müssen beim Handel mit DPTs weiterhin äußerste Vorsicht walten lassen, da sie ihr Vermögen verlieren können", schließt die Behörde ab.

Zwar dürften diese neuen Regeln keine allzu große Überraschung sein, dennoch hatten die Betroffenen in Singapur mit etwas mehr Spielraum gerechnet.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: BSDEX, TierneyMJ / Shutterstock.com